Crispendorf








































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen der Gemeinde Crispendorf



Crispendorf

Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Crispendorf hervorgehoben


50.59138888888911.731666666667430Koordinaten: 50° 35′ N, 11° 44′ O
Basisdaten

Bundesland:

Thüringen

Landkreis:

Saale-Orla-Kreis

Verwaltungs­gemeinschaft:

Ranis-Ziegenrück

Höhe:
430 m ü. NHN

Fläche:
11,41 km2
Einwohner:
378 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
33 Einwohner je km2

Postleitzahl:
07924

Vorwahl:
03663

Kfz-Kennzeichen:
SOK, LBS, PN, SCZ

Gemeindeschlüssel:
16 0 75 013
Adresse der Verbandsverwaltung:
Pößnecker Str. 2
07389 Ranis

Website:

www.vg-ranis-ziegenrueck.de

Bürgermeister:
Axel Weiser
Lage der Gemeinde Crispendorf im Saale-Orla-Kreis


Bad Lobenstein
Bodelwitz
Burgk
Dittersdorf
Dittersdorf
Dittersdorf
Döbritz
Dreba
Dreitzsch
Eßbach
Gefell
Geroda
Keila
Görkwitz
Göschitz
Gössitz
Grobengereuth
Hirschberg (Saale)
Gertewitz
Kirschkau
Knau
Kospoda
Krölpa
Langenorla
Lausnitz
Lemnitz
Linda bei Neustadt an der Orla
Löhma
Miesitz
Mittelpöllnitz
Moßbach
Moxa
Neundorf (bei Schleiz)
Neustadt an der Orla
Neustadt an der Orla
Nimritz
Oberoppurg
Oettersdorf
Oppurg
Paska
Peuschen
Plothen
Pörmitz
Pößneck
Quaschwitz
Ranis
Remptendorf
Rosendorf
Rosenthal am Rennsteig
Saalburg-Ebersdorf
Schleiz
Schmieritz
Schmorda
Schöndorf
Seisla
Solkwitz
Tanna
Tegau
Tömmelsdorf
Triptis
Volkmannsdorf
Weira
Wernburg
Wilhelmsdorf (Saale)
Wurzbach
Ziegenrück
Thüringen
Karte
Über dieses Bild



Crispendorf ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geografie


    • 1.1 Geografische Lage


    • 1.2 Geologie


    • 1.3 Gemeindegliederung




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Einwohnerentwicklung




  • 3 Bürgermeister


  • 4 Wappen


  • 5 Sehenswürdigkeiten


  • 6 Einzelnachweise


  • 7 Weblinks





Geografie |



Geografische Lage |


Crispendorf liegt im Zentrum des Saale-Orla-Kreises rund 5,5 km westnordwestlich der Kleinstadt Schleiz auf etwa 430 m ü. NN. Am Südrand des Gemeindegebiets liegt die von der Wisenta durchflossene Talsperre Wisenta mit dem Pumpspeicherwerk Wisenta. Ihr Stausee gehört zur Saalekaskade, dem größten zusammenhängenden Stauseegebiet Deutschlands. Zu dieser Kaskade zählt auch der 15 km westlich von Crispendorf an der Saale gelegene Hohenwarte-Stausee, einer der größten Stauseen Deutschlands, der von der Hohenwartetalsperre aufgestaut wird. Über weite Teile der Gemeindefläche erstreckt sich das Landschaftsschutzgebiet Obere Saale.



Geologie |


Geologisch befindet sich die Gemarkung des Ortes im Südostthüringer Schiefergebirge. Diese Böden sind durch den hohen Feinerdeanteil und hohen Humusgehalt sehr fruchtbar.[2]



Gemeindegliederung |


Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Crispendorf, Dörflas südwestlich davon und westlich dem Dorf Erkmannsdorf.



Geschichte |


Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1290. Der heutige Ortsname ist ab 1383 überliefert, er wurde 1401 „Krispendorff“ geschrieben. Der ungewöhnliche Name geht (wahrscheinlich) auf den Namen des Heiligen Crispinus zurück, ab 1503 war dieser bereits in Vergessenheit geraten und man schrieb nun Kristendorf, auch Christendorf.[3]


Die Erben des Rittergutes Crispendorf verpachteten an Herrn von Geldern das Gut. 1923 bewirtschaftete er den Betrieb mit einer Fläche von 274 ha.[4] Das Gut wurde nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet und an Umsiedler und Bauern übereignet. Später gingen sie den Weg der DDR-Landwirtschaft.


Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und der Naziherrschaft wurden Häftlingskolonnen in einem Todesmarsch vom KZ Buchenwald zum KZ Flossenbürg durch den Ort getrieben. Dabei erschossen SS-Männer fünf Häftlinge, die auf dem unteren Gemeindefriedhof von Crispendorf begraben wurden. Ein dort aufgestellter Gedenkstein sowie eine Stele an der Hauptstraße erinnern an die Toten.[5]


Das kleine Barockschloss wurde 1945 geplündert und 1948 nach dem Befehl 209 der SMAD gesprengt. Das Schloss stand auf den Grundmauern einer 1389 erstmals erwähnten Burg der Herren von Poseck, ab 1538 im Besitz derer von Watzdorfs.[6]


Zu DDR-Zeiten errichtete und unterhielt die IG „Karl Marx“ bei der SDAG Wismut im Wisentatal ein Betriebs-Ferienlager für die Kinder der Betriebsangehörigen.



Einwohnerentwicklung |


Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):









  • 1994: 501

  • 1995: 492

  • 1996: 493

  • 1997: 491

  • 1998: 480

  • 1999: 480




  • 2000: 467

  • 2001: 467

  • 2002: 457

  • 2003: 455

  • 2004: 454

  • 2005: 452




  • 2006: 445

  • 2007: 436

  • 2008: 424

  • 2009: 419

  • 2010: 406

  • 2011: 392




  • 2012: 385

  • 2013: 384

  • 2014: 386

  • 2015: 376

  • 2016: 377

  • 2017: 378



Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik


Bürgermeister |


Im Mai 2014 wurde Axel Weiser zum Bürgermeister gewählt.[7]
Von 2004 bis 2016 war Uwe Kliche der Bürgermeister.[8]



Wappen |


Blasonierung: Die Wappenbeschreibung in Paragraph 3 der Hauptsatzung der Gemeinde lautet: „Rund, in der Mitte ein Weidenbaum (grüne Blätter, brauner Stamm) mit der Kennzeichnung Gemeinde Crispendorf.“



Sehenswürdigkeiten |




Außenansicht der Nikolaus-Kapelle (Dörflas)


Die Kapelle des Gutshofes Dörflas wurde 1998/1999 als Kirche restauriert und 1999 neu geweiht. In einem 2010 durchgeführten Wettbewerb des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) innerhalb der Aktion „Schwefelhölzchen“ ging die Kapelle als Sieger unter den eingesandten Zuschriften hervor und errang den Titel „Kleinste Kirche Mitteldeutschlands“.


→Siehe auch Dorfkirche Crispendorf



Einzelnachweise |




  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).


  2. Manfred Graf: Organisation der kooperativen Pflanzenproduktion bei hohem Grünlandanteil im Südostthüringer Schiefergebirge. Dargestellt an der KOG „Lobenstein“. 1970, (Jena, Universität, Dissertation, 1970; maschinschriftlich).


  3. Rz.: Crispendorf – Woher stammt der Name? In: Thüringische Landeszeitung (Hrsg.): TLZ-Beilage vom 24. Dezember 85. Weimar 1985, S. 4. 


  4. Jürgen Gruhle: Schwarzbuch der Bodenreform/Thüringen. Abgerufen am 24. Juni 2011 (Memento vom 7. Juli 2010 im Internet Archive)


  5. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 220 f.


  6. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 81.


  7. http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&wJahr=0000&zeigeErg=GEM&auswertung=1&wknr=075&gemnr=75013&terrKrs=&gemteil=000&buchstabe=&Langname=&wahlvorschlag=&sort=&druck=&XLS=&anzahlH=-4&Nicht_existierende=&x_vollbildDatenteil=&optik=&aktual=&ShowLand=&ShowWK=&ShowPart=&w_datum=25.05.2014


  8. http://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&wJahr=0000&zeigeErg=GEM&auswertung=1&wknr=075&gemnr=75009&terrKrs=&gemteil=000&buchstabe=&Langname=&wahlvorschlag=&sort=&druck=&XLS=&anzahlH=-8&Nicht_existierende=&x_vollbildDatenteil=&optik=&aktual=&ShowLand=&ShowWK=&ShowPart=&w_datum=26.07.2015



Weblinks |



 Commons: Crispendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Crispendorf auf den Seiten der VG Ranis-Ziegenrück

  • Die Nikolauskapelle Dörflas


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