Baluster






Baluster der Haupttreppe des Nationalmuseums in Prag (Kalkstein Adneter Rotscheck)


Der Baluster (über franz. balustre von ital. balaustro von griech. βαλαύστιον / balaustion = „Granatapfelblüte“, wegen der glockenförmigen Blütenform des Granatapfelbaums)[1] ist die niedrige Einzelsäule einer Balustrade. Eine weitere gängige Bezeichnung für Baluster lautet „Treppensprossen“.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Form


  • 2 Materialien


  • 3 Geschichte


  • 4 Weblinks


  • 5 Einzelnachweise





Form |


Meist haben Baluster einen runden Querschnitt, es gibt jedoch auch quadratische oder polygonale Ausführungen. Der Schaft der Baluster ist stark profiliert; ihr Mittelteil ist oft bauchig (dicker) gebaut. Insgesamt ähneln sie Amphoren oder Vasen, in seltenen Fällen auch kannelierten Säulen oder Obelisken.




Materialien |


Baluster können aus vielen Materialien, wie z. B. Holz, Naturstein, Stuck, Edelstahl oder Acryl sowie Perlacryl bestehen. Ein hölzerner Baluster wird auch „Docke“ genannt.



Geschichte |


In der Möbelkunst dienen gedrechselte Baluster seit der Antike als Tisch- und Stuhlbeine für Repräsentationsmöbel. In der Architektur fanden sie erst in der Renaissance als tragende Elemente eines Geländers oder als Eckzieraufsätze Verwendung.



Weblinks |



 Commons: Baluster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


 Wiktionary: Baluster – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


  • Erläuterung in einem Kunstlexikon

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905

  • Hersteller, Erfinder und Vertrieb der Perlacryltreppensprossen



Einzelnachweise |




  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 243, Eintrag „Baluster“








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