Gutenzell-Hürbel












































































Wappen
Deutschlandkarte

Die Gemeinde Gutenzell-Hürbel führt kein Wappen



Gutenzell-Hürbel

Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gutenzell-Hürbel hervorgehoben


48.1219444444449.9772222222222581Koordinaten: 48° 7′ N, 9° 59′ O
Basisdaten

Bundesland:

Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:

Tübingen

Landkreis:

Biberach

Höhe:
581 m ü. NHN

Fläche:
37,86 km2
Einwohner:
1854 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
49 Einwohner je km2

Postleitzahl:
88484

Vorwahlen:
07352, 07353

Kfz-Kennzeichen:
BC

Gemeindeschlüssel:
08 4 26 135
Gemeindegliederung:
2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchberger Straße 8
88484 Gutenzell-Hürbel

Website:

www.gutenzell-huerbel.de

Bürgermeisterin:
Monika Wieland
Lage der Gemeinde Gutenzell-Hürbel im Landkreis Biberach


Bayern
Alb-Donau-Kreis
Landkreis Ravensburg
Landkreis Reutlingen
Landkreis Sigmaringen
Ulm
Achstetten
Alleshausen
Allmannsweiler
Altheim (bei Riedlingen)
Attenweiler
Bad Buchau
Bad Schussenried
Berkheim
Betzenweiler
Ummendorf (bei Biberach)
Biberach an der Riß
Burgrieden
Dettingen an der Iller
Dürmentingen
Dürnau (Landkreis Biberach)
Eberhardzell
Erlenmoos
Erolzheim
Riedlingen
Ertingen
Gutenzell-Hürbel
Hochdorf (Riß)
Ingoldingen
Kanzach
Kirchberg an der Iller
Kirchdorf an der Iller
Kirchdorf an der Iller
Langenenslingen
Laupheim
Laupheim
Maselheim
Mietingen
Mittelbiberach
Moosburg (Federsee)
Ochsenhausen
Oggelshausen
Riedlingen
Riedlingen
Riedlingen
Rot an der Rot
Schemmerhofen
Schwendi
Seekirch
Steinhausen an der Rottum
Tannheim (Württemberg)
Tiefenbach (Federsee)
Ummendorf (bei Biberach)
Unlingen
Unlingen
Uttenweiler
Wain
Warthausen
Karte
Über dieses Bild



Gutenzell-Hürbel ist eine Gemeinde im oberschwäbischen Landkreis Biberach in Baden-Württemberg (Deutschland).




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Geographische Lage


    • 1.2 Gemeindegliederung




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Gutenzell


    • 2.2 Hürbel


    • 2.3 Gemeindefusion




  • 3 Politik


    • 3.1 Gemeinderat


    • 3.2 Wappen




  • 4 Bildungseinrichtungen


  • 5 Kultur und Sehenswürdigkeiten


    • 5.1 Gutenzell


      • 5.1.1 Pfarrkirche St. Kosmas und Damian


      • 5.1.2 Barocke Weihnachtskrippe


      • 5.1.3 Mühle


      • 5.1.4 Wendelinusritt




    • 5.2 Hürbel




  • 6 Persönlichkeiten


    • 6.1 Söhne und Töchter der Gemeinde




  • 7 Literatur


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise





Geographie |



Geographische Lage |


Gutenzell-Hürbel liegt in Oberschwaben zentral zwischen Biberach an der Riß, Ulm und Memmingen etwa sechs Kilometer nord-nordöstlich von Ochsenhausen und befindet sich in den Nachbartälern von Rot und Rottum.



Gemeindegliederung |


Die Gemeinde besteht aus Gutenzell mit den Weilern Bollsberg, Dissenhausen, Niedernzell und Weitenbühl und die Häuser Gottesackerkapelle und Hardtacker. Zu Hürbel das Dorf Hürbel, die Weiler Allmethofen, Freyberg, Simmisweiler und Zillishausen, das Gehöft Mittelweiler und die Häuser Mahlmühle, Reinhard und Sägmühle.



Geschichte |



Gutenzell |




Pfarrkirche (ehemalige Klosterkirche mit Gästehaus) Gutenzell




Modell der Klosteranlage um 1700


Die Reichsabtei Gutenzell (Zisterzienserinnen) wurde 1237 gegründet, dabei handelte es sich um die Wiedergründung anstelle eines früher bestehenden Klosters unbekannter Ordenszugehörigkeit. Es wurde 1238 von Eberhard von Rohrdorf der Reichsabtei Salem unterstellt.


Im 15. Jahrhundert wurde das Kloster reichsunmittelbar. Um das Kloster bildete sich das Dorf Gutenzell. 1803 wurde die Abtei im Zuge der Säkularisation aufgelöst und Besitz der Grafen von Toerring, um bereits 1806 zum Königreich Württemberg zu gelangen. 1864 wurde der leerstehende Konvent bis auf wenige Reste abgerissen.
siehe auch Burg Gutenzell



Hürbel |


Hürbel wurde erstmals 1083 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert gelangte das Dorf an die Herren von Freyberg, die aus Graubünden stammten und 1521 das noch heute bestehende Schloss erbauten. 1816 kam Hürbel an die Grafen Reuttner von Weyl, bevor es 1840 an das Königreich Württemberg fiel.




Gemeindefusion |


Die Gemeinde Gutenzell-Hürbel entstand am 1. Januar 1975 im Zuge der Gemeindereform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Gutenzell und Hürbel.[2]



Politik |



Gemeinderat |


Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 64,4 % folgende Sitzverteilung:[3]




  • Freie Wähler: 6 Sitze


  • CDU/Unabhängige Bürger: 5 Sitze

  • Offensive Oberschwaben: 1 Sitz



Wappen |




Wappen der Ortsteile, links Gutenzell, rechts Hürbel


Die Gemeinde Gutenzell-Hürbel führt als eine von drei Gemeinden in Baden-Württemberg kein eigenes Wappen. Stattdessen werden die ehemaligen Gemeindewappen der beiden Ortsteile (links Gutenzell, rechts Hürbel) nebeneinander verwendet.




Bildungseinrichtungen |


Die Gemeinde verfügt über eine eigene Grundschule in Gutenzell und je einen römisch-katholischen Kindergarten in Gutenzell und Hürbel.



Kultur und Sehenswürdigkeiten |


Gutenzell-Hürbel liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und an der Mühlenstraße Oberschwaben.



Gutenzell |



Pfarrkirche St. Kosmas und Damian |




Pfarrkirche St. Kosmas und Damian




Kirchenschiff von Norden




Innenansicht der Pfarrkirche


Die Klosterkirche der ehemaligen Reichsabtei Gutenzell und heutige Pfarrkirche St. Kosmas und Damian in Gutenzell ist im Kern mittelalterlich und wurde bis in die Barockzeit stetig umgebaut und neu ausgestattet. Der letzte größere Umbau von 1755 bis 1756 wurde von dem Wessobrunner Stuckateur Franz Xaver Feuchtmayer der Ältere ausgeführt, unter Einbeziehung von Plänen Dominikus Zimmermanns, dessen Tochter Maria Alexandra zur damaligen Zeit Priorin und 1759–1776 Äbtissin des Klosters war. Die Fresken der Kirche führte Johann Georg Dieffenbrunner aus, die Kanzel (1756) stammt von Stephan Luidl. Luidl fertigte auch den Hochaltar (1762), wohl nach Entwürfen Dominikus Zimmermanns.



Barocke Weihnachtskrippe |


Alljährlich, von Weihnachten bis Mariä Lichtmess (2. Februar), wird in der Kirche eine große barocke Weihnachtskrippe ausgestellt, die 1704–1750 von den Zisterzienserinnen hergestellt wurde. Die etwa 200 Figuren umfassende Krippe zeigt sieben Szenen: Die Geburt Christi mit Anbetung der Hirten, Zug und Ankunft der Weisen aus dem Morgenland, Flucht nach Ägypten, Der Bethlemitische Kindermord, Jesu Darstellung im Tempel, Die Heilige Familie im Haus Nazareth und Die Hochzeit zu Kana.[4]




Mühle |


Im ehemaligen Klosterbezirk steht ein Mühlenbau von 1715.



Wendelinusritt |


Seit 1947 findet jährlich an jedem dritten Sonntag im September der Wendelinusritt von der Pfarrkirche in Gutenzell nach Niedernzell, zur dortigen Wendelinuskapelle statt. Ein Flurritt zu den vier Kreuzen im Ösch ist seit dem 17. Jahrhundert belegt, seit 1747 wurde der Ritt zur Wendelinuskapelle in Niedernzell geführt. Nach der Säkularisation geriet der Brauch in Vergessenheit. Ortspfarrer Erwin Sontag belebte 1947 aus Anlaß des 200-jährigen Weihejubiläums der Wendelinuskapelle diese Tradition wieder.[5]



Hürbel |



  • Altes Schloss aus dem Jahre 1521

  • Kirche St. Alban

  • Alte Ziegelei

  • Historische Sägmühle Eiberle in Zillishausen mit Wasserrad an der Rottum von 1845. Eine der wenigen voll funktionsfähigen restaurierten Sägemühlen dieser Art in Oberschwaben und Station der Mühlenstraße Oberschwaben.




Persönlichkeiten |




  • Honor Funk (* 1930), Bundestagsabgeordneter


  • Hans Graul (1909–1997), Geograph und Geologe



Söhne und Töchter der Gemeinde |




  • Eduard Fiechtner (1843–1922), von 1879 bis 1905 Schultheiß von Untertürkheim, 1904 dort zum Ehrenbürger ernannt


  • Alfred Steiner (* 1930), Pädagoge, Landtagsabgeordneter.



Literatur |



  • Otto Beck, Ludwig Haas (Hrsg.): Gutenzell. Geschichte und Kunstwerke. Festschrift zur 750-Jahrfeier der einstigen Frauenzisterze. 1238–1988. (= Große Kunstführer; Bd. 155). Schnell und Steiner, München und Zürich 1988, ISBN 3-7954-0679-X.

  • Otto Beck: Gutenzell. (= Kunstführer; Bd. 627). 3. Auflage. Schnell und Steiner, München und Zürich 1992.

  • Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Biberach. Cotta, Stuttgart und Tübingen 1837 (Volltext bei Wikisource).



Weblinks |



 Commons: Gutenzell-Hürbel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


 Wikisource: Gutenzell in der Beschreibung des Oberamts Biberach von 1837 – Quellen und Volltexte


 Wikisource: Hürbel in der Beschreibung des Oberamts Biberach von 1837 – Quellen und Volltexte


  • Gemeinde-Website

  • Barockkirche Gutenzell

  • Beschreibung der Ehemal. Klosterkirche St. Cosmas und Damian durch Karl Linder



Einzelnachweise |




  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).


  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 545. 


  3. Website der Gemeinde


  4. Pöllmann Ludwig: Höhepunkt jahrhundertelanger Verehrung – Die Gutenzeller Barock-Krippe in Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach (Memento des Originals vom 24. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gfh-biberach.de; auf S. 49; abgerufen am 23. Dezember 2013


  5. Wendelinusritt auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit St. Scholastika Reinstetten, Gutenzell, Hürbel, Laubach; abgerufen am 16. November 2012.


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