Liberale Partei Kanadas





























































Liberal Party of Canada
Parti libéral du Canada
Liberale Partei Kanadas


Liberale Partei Kanadas Logo.svg


Justin Trudeau


Partei­führer

Justin Trudeau

Präsidentin
Anna Gainey

Stell­vertretender Vorsitzender
Ralph Goodale

Gründung
1. Juli 1867

Haupt­sitz
Constitution Square,
Ottawa, Ontario


Jugend­organisation
Young Liberals
of Canada

Aus­richtung

Liberalismus,
Linksliberalismus

Farbe(n)

Rot

Unterhaus

183/338


Senat

18/105



Internationale Verbindungen

Liberale Internationale


Website

www.liberal.ca


Die Liberale Partei Kanadas (englisch Liberal Party of Canada, französisch Parti libéral du Canada) ist eine liberale politische Partei in Kanada. Sie ist im politischen Spektrum links von der Konservativen Partei Kanadas und rechts von der sozialdemokratischen Neuen Demokratischen Partei (NDP) angesiedelt.[1] Sie verbindet progressive Gesellschaftspolitik mit ordoliberaler Wirtschaftspolitik. Oft wird sie als „Kanadas natürliche Regierungspartei“ bezeichnet, da sie seit Beginn des letzten Jahrhunderts in den meisten Jahren an der Macht gewesen ist. Jeder liberale Parteichef des 20. Jahrhunderts wurde auch Premierminister. Amtierender Vorsitzender ist Justin Trudeau.


Nach der Auflösung der Progressiv-konservativen Partei und deren Neugründung als Konservative Partei sind die Liberalen die einzige Partei, die seit der Gründung der Kanadischen Konföderation im Jahr 1867 ununterbrochen existiert. Sie ist auch die älteste Partei auf nationaler Ebene.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Allgemein


  • 2 Geschichte


    • 2.1 Ursprünge


    • 2.2 Konföderation


    • 2.3 Laurier


    • 2.4 Kanadas Unabhängigkeit


    • 2.5 Die Liberalen und der Wohlfahrtsstaat


    • 2.6 Die Ära Pierre Trudeau


    • 2.7 Die Jahre nach Pierre Trudeau


    • 2.8 Premierminister Martin


    • 2.9 Niederlagen unter Dion und Ignatieff


    • 2.10 Rückkehr an die Macht unter Justin Trudeau




  • 3 Wahlergebnisse


  • 4 Parteivorsitzende


  • 5 Provinzen und Territorien


  • 6 Siehe auch


  • 7 Literatur


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise





Allgemein |


Umgangssprachlich werden die Liberalen als Grits bezeichnet, nach der Reformbewegung Clear Grits in der Provinz Kanada vor 1867. In der Geschichte der Liberalen Partei waren die meisten Parteichefs im Laufe ihrer Karriere auch Premierminister. Jeder liberale Premierminister war zudem Minister im Kabinett seines Vorgängers gewesen. So war Martin Minister im Kabinett Chrétiens, der wiederum dem Kabinett Turners angehörte, wie der zuvor dem Kabinett Trudeaus. Die Liberale Partei Kanadas ist Mitglied der Liberalen Internationale.


In den letzten Jahrzehnten unterstützte die Liberale Partei Themen, die sowohl auf der linken als auf der rechten Seite des politischen Spektrums anzusiedeln sind, sie neigt tendenziell jedoch eher nach links. Sie tritt ein für einen ausgeglichenen Staatshaushalt, legalisierte die gleichgeschlechtliche Ehe und die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken, befürwortet die Entkriminalisierung des Konsums sogenannter „weicher Drogen“ und vertritt in umstrittenen gesellschaftlichen Fragen wie dem Schwangerschaftsabbruch eine progressive Haltung. Weitere aktuelle Forderungen sind höhere Ausgaben in Bildung, Forschung und Verteidigung, eine liberale Einwanderungspolitik und mehr Rechte für die First Nations, Senkung der Steuern für niedrige Einkommen und schärfere Waffengesetze.



Geschichte |



Ursprünge |


Die Liberale Partei bildete sich aus den Reformern heraus, die Mitte des 19. Jahrhunderts in allen britischen Kolonien in Britisch-Nordamerika die Selbstverwaltung anstrebten. Zu diesen gehörten George Brown, Robert Baldwin, William Lyon Mackenzie und die Clear Grits in Oberkanada, Joseph Howe in Nova Scotia sowie die Patriotes und die Parti rouge in Oberkanada, die von Persönlichkeiten wie Louis-Joseph Papineau geführt wurden. Die Clear Grits und die Parti rouge bildeten ab 1854 manchmal einen vereinten Block im Parlament der Provinz Kanada. 1861 erfolgte die Gründung einer vereinigten Liberalen Partei mit englisch- und französischsprachigen Kanadiern.



Konföderation |


Zur Zeit der Bildung einer Kanadischen Konföderation durch die früheren britischen Kolonien Kanada (heute Ontario und Québec), New Brunswick und Nova Scotia waren die Liberalen von einer pragmatischeren konservativen Koalition unter Führung von John Macdonald an den Rand gedrängt worden. Während 30 Jahren mussten die Liberalen sich mit der Oppositionsrolle zufriedengeben, mit lediglich einer kurzen Unterbrechung. 1873 konnte Alexander Mackenzie eine liberale Regierung bilden, nachdem Macdonald wegen des Pacific-Skandals im Unterhaus ein Misstrauensvotum verloren hatte. Mackenzie gewann die Wahl 1874, musste jedoch die Regierungsgewalt vier Jahre später nach einer Wahlniederlage wieder an Macdonald abgeben.



Laurier |




Wilfrid Laurier


In ihrer frühen Phase war die Liberale Partei die Partei des sogenannten Kontinentalismus, des freien Handels mit den USA, und widersetzte sich dem Imperialismus. Sie wurde zudem mit den Autonomiebestrebungen Québecs identifiziert, weil sich die Frankokanadier wegen der Hinrichtung von Louis Riel in Gegnerschaft zu den Konservativen befanden.


Unter dem Vorsitz von Wilfrid Laurier wandelte sich die Liberale Partei zu einer modernen Partei. Er vermochte die Entfremdung der Konservativen gegenüber den französischsprachigen Kanadiern auszunutzen und die Liberalen als glaubwürdige Alternative zu präsentieren. Laurier korrigierte auch das antiklerikale Image der Partei, an der die noch immer mächtige römisch-katholische Kirche in Québec Anstoß nahm. Im englischsprachigen Kanada wurde die Liberale Partei wegen ihrer Unterstützung des freien Handels bei den Farmern populär. Das half, ihre Machtstellung in den wachsenden Prärieprovinzen zu verfestigen.


Laurier führte die Liberalen in der Wahl 1896 zur Macht. Seine Regierung förderte die Einwanderung, um Westkanada zu besiedeln. Sie schuf aus Teilen der Nordwest-Territorien die Provinzen Saskatchewan und Alberta und förderte die Entwicklung der kanadischen Industrie. 1911 mussten die Liberalen die Regierungsmacht abgeben, weil die Bevölkerung mit der Freihandelspolitik und der Schaffung einer kanadischen Marine nicht einverstanden war.


Die Frage des Wehrdienstes spaltete die Partei, weil viele Liberale im englischsprachigen Kanada den Wehrdienst und die von der Unionistischen Partei gebildete Regierung unter Robert Borden unterstützten. Laurier musste die politischen Aktivitäten seiner Partei auf das frankophone Québec konzentrieren, weil eine große Anzahl liberaler Kandidaten in den übrigen Provinzen auf Wahllisten der Unionisten antraten. Der einzige Nutzen der Wehrdienstkrise für die Liberale Partei war, dass die Konservativen für Frankokanadier auf Jahrzehnte als unwählbar galten.



Kanadas Unabhängigkeit |




William Lyon Mackenzie King


Unter dem Vorsitz Lauriers und seines Nachfolgers William Lyon Mackenzie King setzten sich die Liberalen für die staatliche Souveränität Kanadas und eine größere Unabhängigkeit im britischen Empire ein. Bei den Reichskonferenzen in den 1920er Jahren übernahmen die Liberalen oft die Führung und argumentierten, Großbritannien und die Dominions sollten einen gleichberechtigten Status erhalten. Sie wandten sich zugleich gegen die Einrichtung eines Empire-Parlaments, das den unabhängigen Status Kanadas untergraben hätte. Nach der King-Byng-Affäre 1926 verlangte die Liberale Partei, der Generalgouverneur von Kanada sollte nicht länger auf Empfehlung der britischen Regierung eingesetzt werden. Die Ergebnisse der Konferenzen wurden 1931 im Statut von Westminster festgehalten.


Die Liberalen verlangten auch, dass Kanada selbst für seine Außen- und Verteidigungspolitik verantwortlich sein solle. Ursprünglich waren es die Briten, die die Außenpolitik des Dominions bestimmten. 1905 schuf Laurier das kanadische Außenministerium und wies 1909 Generalgouverneur Earl Grey an, einen Außenminister zu ernennen. Laurier war es auch, der 1910 erstmals die Schaffung einer kanadischen Marine vorgeschlagen hatte. Mackenzie King berief 1926 Kanadas ersten Botschafter in Washington. Damit unterstrich er, dass Kanada auf direkten Beziehungen mit den USA bestand, statt Großbritannien an seiner Stelle handeln zu lassen.



Die Liberalen und der Wohlfahrtsstaat |


In der Zeit unmittelbar vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Partei zur Verfechterin einer fortschrittlichen Sozialpolitik. Der liberale Premierminister William Lyon Mackenzie King führte verschiedene Bestimmungen ein, die zur Schaffung des kanadischen Wohlfahrtsstaates führten. Mackenzie King beugte sich dem öffentlichen Druck und führte das Mutterschaftsgeld ein, eine monatliche Leistung für alle Mütter mit kleinen Kindern. Widerstrebend schuf er Altersrenten, als Gegenleistung für die parlamentarische Unterstützung der Co-operative Commonwealth Federation für seine Minderheitsregierung. Später führte Lester Pearson eine universelle Gesundheitsfürsorge, den Kanadischen Pensionsplan, Studentenanleihen und den Kanadischen Hilfsplan ein, der Wohlfahrtsprogramme in den Provinzen finanzierte.



Die Ära Pierre Trudeau |




Pierre Trudeau


Unter dem Vorsitz von Pierre Trudeau entwickelte sich der Einsatz hin zum Ziel der Schaffung einer „gerechten Gesellschaft“. Die Trudeau-Liberalen wurden zu Vorreitern der offiziellen Zweisprachigkeit in Kanada, verabschiedeten das Amtssprachengesetz, das dem Französischen und Englischen einen gleichberechtigten Status gab. Trudeau hoffte, dass der Platz Québecs in der Konföderation so gefestigt werde und Rufen nach einer Unabhängigkeit dieser Provinz begegnet werden könnten. Seine Politik zielte darauf ab, Kanada in ein Land zu verwandeln, in dem englischsprachige und frankophone Kanadier problemlos zusammenleben und in jeden Teil des Landes ziehen können, ohne ihre Sprache aufgeben zu müssen. Zwar ist dieses Ziel nicht erreicht worden, doch hat der offizielle Bilinguismus dazu beigetragen, den Niedergang der französischen Sprache außerhalb Québecs zu stoppen und alle öffentlichen Dienstleistungen, einschließlich die der regierungseigenen Rundfunkanstalten Canadian Broadcasting Corporation (englisch) und Radio-Canada (französisch), im ganzen Land in beiden Sprachen anzubieten.


Den Liberalen unter Trudeau wird auch ihr Einsatz für einen offiziellen Multikulturalismus angerechnet. Einwanderer konnten sich so in die kanadische Gesellschaft integrieren, ohne sich von ihrer Kultur zu entfremden. Wegen des Multikulturalismus und ihrer einwanderungsfreundlichen Politik hat sich die Partei eine feste Basis bei Einwanderern und ihren Nachkommen aufgebaut.


Ein langfristiger Effekt der Ära Trudeau waren die Festschreibung der kanadischen Verfassung und die Schaffung der Kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten. Die Liberalen unter Trudeau unterstützten das Konzept einer starken zentralen Regierung und bekämpften separatistische Bewegungen und andere Formen des Nationalismus in Québec.



Die Jahre nach Pierre Trudeau |


Nach Trudeaus Rückzug aus der Politik 1984 hielten viele Liberale wie Jean Chrétien oder Clyde Wells an seinem föderalistischen Konzept fest. Andere wie John Turner unterstützten den Meech Lake Accord und den Charlottetown Accord, fehlgeschlagene Verfassungsänderungen, die die Rechte der Provinzen gegenüber der Föderations-Regierung erweitert und Québec als „getrennte Gesellschaft“ anerkannt hätten.


Unter John Turners Vorsitz verloren die Liberalen 1984 die Regierungsmacht und wurden auf 40 Sitze im Unterhaus reduziert. Für die Partei begann ein langer Prozess der Erneuerung. Im Wahlkampf 1988 widersetzte sich Turner heftig dem Freihandelsabkommen mit den USA, das die regierende Progressiv-konservative Partei unter Premierminister Brian Mulroney ausgehandelt hatte. Obgleich die meisten Kanadier gegen das Abkommen waren, wurden die Konservativen bei der Wahl mit einer Mehrheit bestätigt und konnten weiterregieren.


Turner trat 1990 zurück und wurde durch seinen Erzrivalen Jean Chrétien ersetzt. Bei der Wahl 1993 versprachen die Liberalen, das Nordamerikanische Freihandels-Abkommen (NAFTA) nachzuverhandeln und die Goods and Services Tax aufzuheben. Doch als Chrétien die Regierung übernahm, wurde das Freihandelsabkommen nur geringfügig verändert und die Mehrwertsteuer nicht aufgehoben.


Während Chrétien seine Wahlkampagne mit linken Argumenten führte, war seine Regierungszeit von Einschnitten in viele Wohlfahrtsprogramme gekennzeichnet. Sie sollten für ein ausgeglichenes Regierungsbudget dienen. Chrétien setzte das Konzept Trudeaus zum Föderalismus fort und weigerte sich, größere Konzessionen an Québec und andere Provinzen zu machen.


Nachdem das Québec-Referendum 1995 zur Frage der Unabhängigkeit dieser Provinz knapp abgelehnt worden wurde, verabschiedeten die Liberalen den Clarity Act, in dem von Regierungsseite die Vorbedingungen für Verhandlungen über die Unabhängigkeit von Provinzen festgelegt wurden. In den letzten Tagen seiner Regierung setzte sich Chrétien für die gleichgeschlechtliche Ehe und die Entkriminalisierung des Besitzes kleiner Mengen von Cannabis ein. Im März 2003 verärgerte er die USA, als er sich weigerte, kanadische Truppen in den Irakkrieg zu entsenden.



Premierminister Martin |




Paul Martin


Im Dezember 2003 wurde Paul Martin nach monatelangen internen Machtkämpfen als Nachfolger Jean Chrétiens bestimmt. Trotz langer persönlicher Rivalitäten zwischen beiden hatte sich Martin in den 1990er Jahren als Finanzminister unter Chrétien zum zentralen Architekten der liberalen Wirtschaftspolitik gemacht. Am 28. Juni 2004 gelang der Liberalen Partei unter Martin trotz starken Wettbewerbs der wiedervereinten Konservativen Partei ein erneuter Wahlsieg. Sie verlor jedoch Stimmen und konnte fortan nur noch eine Minderheitsregierung bilden.


Schwer belastet wurde die liberale Regierung seitdem durch den sogenannten Sponsoring-Skandal, eine Affäre aus der Regierungszeit Chrétiens: Werbeagenturen, die die Liberale Partei unterstützt hatten, erhielten über Jahre weit überhöhte Provisionen für ihre Dienste. Nicht zuletzt die immer noch nicht endenden Enthüllungen dieses Skandals führten zur Ausschreibung einer Neuwahl, die am 23. Januar 2006 eine Niederlage der Liberalen mit sich brachte. Paul Martin kündigte daraufhin noch in der Wahlnacht seinen Rückzug von der Parteispitze an. Als Führer der Opposition ernannte er kommissarisch den früheren Außenminister William Graham.



Niederlagen unter Dion und Ignatieff |


Am 2. Dezember 2006 wurde, erstmals in der Geschichte der Liberalen Partei, der Parteivorsitzende in einer Kampfabstimmung von den Delegierten des Parteitags in Montréal gewählt. Zur Wahl gestellt hatten sich insgesamt sieben Kandidaten, darunter der frühere Premierminister von Ontario Bob Rae und der frühere Harvard-Professor Michael Ignatieff, die im Vorfeld die meisten Wahlmännerstimmen auf sich hatten vereinigen können. Gewählt wurde nach vier Wahlgängen jedoch Stéphane Dion, der unter Chrétien und Martin Minister verschiedener Ressorts gewesen war.


Nachdem es Dion bei der Unterhauswahl 2008 wiederum nicht gelungen war, die Liberalen zum Wahlsieg zu führen, trat Ignatieff dessen Nachfolge als Parteivorsitzender an. Zwar führten die Liberalen bis 2010 zeitweise die Meinungsumfragen an, doch konnte auch Ignatieff keine dauerhafte Wende bewerkstelligen. Bei der Unterhauswahl 2011 erlitten die Liberalen die schwerste Niederlage ihrer Geschichte und waren erstmals überhaupt nur noch drittstärkste Kraft. In der Folge trat Ignatieff als Vorsitzender zurück und Bob Rae wurde Interimsvorsitzender.



Rückkehr an die Macht unter Justin Trudeau |


Am 14. April 2013 wählte der Parteitag in Ottawa Justin Trudeau, den Sohn Pierre Trudeaus, zum neuen Vorsitzenden.[2] Bei der Unterhauswahl am 19. Oktober 2015 konnten die Liberalen unter Trudeau junior nicht nur erstmals nach 2004 wieder die stärkste Kraft im Parlament werden, sondern erstmals seit der Wahl von 2000 auch die absolute Mehrheit erringen.[3] Das Parlament wählte Trudeau daraufhin am 4. November 2015 zum neuen Premierminister des Landes.[4]



Wahlergebnisse |


Ergebnisse bei den Wahlen zum Unterhaus:[5]























































































































































































Wahl
Sitze
total
Kandi-
daten
Gew.
Sitze
Stimmen
Anteil

1867
180
65

52
60.818
22,67 %

1872
200
111

95
110.556
34,72 %

1874
206
140

129
128.455
39,49 %

1878
206
121

63
180.074
33,05 %

1882
211
112

73
160.547
31,10 %

1887
215
184

80
312.736
43,13 %

1891
215
194

90
350.512
45,22 %

1896
213
190

117
401.425
41,37 %

1900
213
209

128
477.758
50,25 %

1904
214
208

137
521.041
50,88 %

1908
221
213

133
570.311
48,87 %

1911
221
214

85
596.871
45,82 %

1917
235
213

82
729.756
38,80 %

1921
235
204

118
1.285.998
41,15 %

1925
245
216

100
1.252.684
39,74 %

1926
245
203

116
1.397.031
42,90 %

1930
245
226

90
1.716.798
45,50 %

1935
245
245

173
1.967.839
44,68 %

1940
245
242

179
2.365.979
51,32 %

1945
245
236

118
2.086.545
39,78 %

1949
262
258

191
2.874.813
49,15 %



















































































































































































Jahr
Sitze
total
Kandi-
daten
Gew.
Sitze
Stimmen
Anteil

1953
265
262

169
2.731.633
48,43 %

1957
265
264

104
2.692.986
40,75 %

1958
265
264

48
2.432.953
33,40 %

1962
265
263

99
2.846.589
36,97 %

1963
265
265

128
3.276.995
41,52 %

1965
265
265

131
3.099.521
40,18 %

1968
265
262

154
3.686.801
45,37 %

1972
264
263

109
3.717.804
38,42 %

1974
264
264

141
4.102.853
43,15 %

1979
282
282

114
4.595.319
40,11 %

1980
282
282

147
4.855.425
44,34 %

1984
282
282

40
3.516.486
28,02 %

1988
295
294

83
4.205.072
31,92 %

1993
295
295

177
5.647.952
41,24 %

1997
301
301

155
4.994.277
38,46 %

2000
301
301

172
5.252.031
40,85 %

2004
308
308

135
4.951.107
36,70 %

2006
308
308

103
4.479.415
30,23 %

2008
308
307

77
3.628.337
26,22 %

2011
308
308

34
2.783.175
18,91 %

2015
338
338

184
6.928.514
39,47 %



Parteivorsitzende |


































































































Name
Vorsitz
Premierminister

George Brown
1867 (interim)


Edward Blake
1869–1871 (interim)


Alexander Mackenzie
1873–1880
1873–1878

Edward Blake
1880–1887


Wilfrid Laurier
1887–1919
1896–1911

Daniel Duncan McKenzie
1919 (interim)


William Lyon Mackenzie King
1919–1948
1921–1930, 1935–1948

Louis Saint-Laurent
1948–1958
1948–1957

Lester Pearson
1958–1968
1963–1968

Pierre Trudeau
1968–1984
1968–1979, 1980–1984

John Turner
1984–1990
1984

Jean Chrétien
1990–2003
1993–2003

Paul Martin
2003–2006
2003–2006

William Graham
2006 (interim)


Stéphane Dion
2006–2008


Michael Ignatieff
2008–2011


Bob Rae
2011–2013 (interim)


Justin Trudeau
seit 2013
seit 2015


Provinzen und Territorien |


Jede kanadische Provinz und eine der drei Territorien besitzt eine eigene liberale Partei. Der Grad der Verbundenheit mit der nationalen Partei ist dabei sehr unterschiedlich. In den Provinzen Ontario, Québec, British Columbia, Alberta, Saskatchewan und Manitoba sind die liberalen Parteien organisatorisch unabhängig, allerdings ist eine Doppelmitgliedschaft möglich. In den übrigen Provinzen und in einem Territorium sind die Parteien direkt der nationalen Organisation unterstellt.


In vier Provinzen stellen liberale Parteien die Regierung:



  • Nova Scotia Liberal Party

  • Ontario Liberal Party

  • Prince Edward Island Liberal Party

  • New Brunswick Liberal Association

  • Liberal Party of Newfoundland and Labrador

  • Parti libéral du Québec


Oppositionspartei:



  • Alberta Liberal Party

  • British Columbia Liberal Party

  • Manitoba Liberal Party

  • Yukon Liberal Party


Ohne parlamentarische Vertretung:


  • Saskatchewan Liberal Party


Siehe auch |


  • Liste politischer Parteien in Kanada


Literatur |



  • Peter C. Newman: When the Gods Changed: The Death of Liberal Canada. 2011.


Weblinks |



 Commons: Liberale Partei Kanadas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



  • Liberale Partei Kanadas (englisch, französisch)


  • Liberal Party (englisch, französisch) In: The Canadian Encyclopedia.



Einzelnachweise |




  1. Arch Puddington: Freedom in the World: The Annual Survey of Political Rights and Civil Liberties. Rowman & Littlefield, 2007, ISBN 978-0-7425-5897-7, S. 142.


  2. Justin Trudeau, in: Internationales Biographisches Archiv 38/2013 vom 17. September 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)


  3. Wahlergebnis auf www.cbc.ca, abgerufen am 20. Oktober 2015.


  4. Daraufhin wird er binnen 24 Stunden durch den Gouverneur im Namen der Krone vereidigt werden und somit am 4. November 2015 formell sein Amt antreten. Quelle


  5. Ergebnisse vergangener Unterhauswahlen – Elections Ontario




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