Ponson-Debat-Pouts

























































Ponson-Debat-Pouts

Ponson-Debat-Pouts (Frankreich)


Ponson-Debat-Pouts



Region

Nouvelle-Aquitaine

Département

Pyrénées-Atlantiques

Arrondissement

Pau

Kanton

Pays de Morlaàs et du Montanérès

Gemeindeverband

Adour Madiran

Koordinaten

43° 20′ N, 0° 2′ W43.3306-0.04Koordinaten: 43° 20′ N, 0° 2′ W

Höhe
268–373 m
Fläche
5,72 km2

Einwohner
94 (1. Januar 2016)

Bevölkerungsdichte
16 Einw./km2

Postleitzahl
64460

INSEE-Code


Pfarrkirche Saint-Orens in Ponson-Débat

Ponson-Debat-Pouts ist eine französische Gemeinde mit 94 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Pays de Morlaàs et du Montanérès (bis 2015: Kanton Montaner).


Die Bewohner werden Ponsonais und Ponsonaises genannt.[1]




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


  • 2 Geschichte


    • 2.1 Einwohnerentwicklung




  • 3 Sehenswürdigkeiten


  • 4 Wirtschaft und Infrastruktur


    • 4.1 Verkehr




  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Geographie |


Ponson-Debat-Pouts liegt ca. 35 km östlich von Pau in der historischen Provinz Béarn am östlichen Rand des Départements und grenzt im Westen und Osten an das benachbarte Département Hautes-Pyrénées.


Umgeben wird Ponson-Debat-Pouts von den Nachbargemeinden:




















Montaner


Escaunets
(Enklave der Hautes-Pyrénées)

Nachbargemeinden

Tarasteix
(Hautes-Pyrénées)

Séron
(Enklave der Hautes-Pyrénées)

Ponson-Dessus


Ponson-Debat-Pouts liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Der Ruisseau de Carbouère, auch Louet daban genannt, ist ein Nebenfluss des Louet und markiert die westliche Grenze zu den Nachbargemeinden Escaunets und Séron, Enklaven des Nachbardépartements Hautes-Pyrénées. Außerdem durchquert der Lys darré, ein Nebenfluss des Lis, das Gebiet der Gemeinde.[2]



Geschichte |


Am 30. Dezember haben sich die Gemeinden Ponson-Debat und Pouts zur Gemeinde Ponson-Debat-Pouts zusammengeschlossen.[3]


Auf dem Gebiet von Pouts sind im Laufe des 19. Jahrhunderts und unweit des Friedhofs der Kirche Sarkophage und Münzen aus der gallorömischen Zeit gefunden worden, Zeugen einer Besiedelung des Landstrichs in der Antike.[4]


Bei dem Zensus im Jahre 1385 wurden in Ponson-Debat 15 Haushalte gezählt. Die Gemeinde unterstand der Bailliage von Montaner. Unweit eines Nebenwegs nach Santiago de Compostela gelegen, gab es in Ponson-Debat ein Kloster, das heute nicht mehr existiert. Die zugehörige Kirche wurde 1569 in den Hugenottenkriegen zerstört. An der Stelle dieser einfachen Kirche sind heute noch Spuren einer Befestigungsanlage sichtbar. Diese hatte eine elliptische Form und bestand aus zwei Erdhügelburgen. Die heutige Kirche im Zentrum von Ponson-Debat ist auf einem Felsvorsprung errichtet. Dies ist zweifellos die Stelle einer zweiten Befestigungsanlage, aus der sich schließlich die Gemeinde entwickelte.[4][3]


Toponyme und Erwähnungen von Ponson-Debat waren:




  • Ponzo (12. Jahrhundert laut Pierre de Marcas Buch Histoire de Béarn, S. 453),


  • Ponsoo-Jusoo (1376, Militärschau),


  • Ponso-Debag und Ponsoo-Debat (1385 bzw. 1402, Volkszählungen im Béarn),


  • Ponssoo-Dejus (1487, Register der Betriebe des Béarn),


  • Ponsson-Debag und Ponso-Debaig (1546 bzw. 1614, réformation de Béarn, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),


  • Ponsson de Bat (1750, Karte von Cassini),


  • Pouson-Debat (1793 Notice Communale),


  • Pouson-de-Bas (1801, Bulletin des lois) und


  • Ponson-Debat (1863, Dictionnaire topographique de la France).[3][5][6]


Toponyme und Erwähnungen von Pouts waren:




  • Lo Potz (1402, Volkszählung im Béarn),


  • Pouts (1750, Karte von Cassini),


  • Ponts (1793 und 1801, Notice Communale bzw. Bulletin des lois) und


  • Pouts (1863, Dictionnaire topographique de la France).[3][5][7]



Einwohnerentwicklung |


Nach dem Zusammenschluss der beiden ehemaligen Gemeinden wuchs die Einwohnerzahl bis in die 1860er Jahre auf einem Niveau von rund 280 an. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1990er Jahren auf rund 80 Einwohner. In jüngster Zeit ist ein leichter Wachstumstrend zu verzeichnen.



























Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2016
Einwohner 101 95 93 91 81 87 88 87 94



Bis 1836 nur Einwohner von Ponson-Debat, ab 1841 von Ponson-Debat-Pouts
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[6]INSEE ab 2009[8]




Sehenswürdigkeiten |


  • Pfarrkirche von Ponson-Debat, gewidmet Orientius, Bischof von Augusta Ausciorum (Auch) im 5. Jahrhundert. Die heutige Kirche ist ein Neubau des 18. Jahrhunderts als Ersatz für einen früheren romanischen Bau aus dem 12. Jahrhundert. Möglicherweise war die ehemalige Kirche bereits 1569 von protestantischen Truppen in den Hugenottenkriegen zerstört worden. Das einschiffige Langhaus ist flankiert von einem Glockengiebel mit Arkaden und von einer halbrunden Apsis, die außen von einem dicken Strebewerk unterstützt wird. Zwei Glasfenster, Werke des Glasmalers Paul Chalons aus dem späten 19. Jahrhundert, zeigen das Motiv Salvator mundi und den heiligen Orientius. Weitere Einrichtungsgegenstände stammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und sind als nationale Kulturgüter registriert.[9][10]

  • Pfarrkirche in Pouts, geweiht Johannes dem Täufer. Der östliche Teil der Kirche wurde im 17. oder in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet im Zuge des Aufblühens von Pfarrgemeinden mit der Rückkehr des Katholizismus nach dem Ende der langen Hugenottenkriege. Ihr einschiffiges Langhaus wird nach Westen hin mit einem Glockengiebel verlängert. Er besitzt ein kleines Walmdach zum Schutz der Glockenstube. Dieser westliche Teil ist jüngeren Datums, wie die auf dem Dachstuhl angebrachte Jahreszahl „1769“ belegt. Wie bei zahlreichen Kirchen der Region befindet sich der Eingang auf der Südseite. Die Rahmung der Tür mit Werksteinen unterbricht die Gleichförmigkeit der Fassade. Das Dekor des Kircheninnern steht im Kontrast zum einfachen Äußeren eines Sakralbaus, der den Bedürfnissen der Gläubigen entgegenkommt, eine Gebetstätte möglichst nahe bei ihren Häusern zu haben. Liturgische Gegenstände der Kirche aus Silber, die aus den Jahren 1701 bis 1706 datieren, tragen einen Silberstempel der Stadt Bordeaux. Dies ist bemerkenswert, da der französische König Ludwig XIV. ein Edikt erlassen hatte, das jeden dazu aufforderte, sein Silber einzuschmelzen, um für die Kosten der Kriege aufzukommen. Die Existenz der Silberwaren ist ein Hinweis auf einen gewissen Widerstand des Béarn gegenüber der französischen Krone in jener Zeit. Viele Einrichtungsgegenstände der Kirche aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind als nationale Kulturgüter registriert.[11][12]


Wirtschaft und Infrastruktur |





Porc Noir de Bigorre Schinken


Die Wirtschaft wird hauptsächlich durch die Landwirtschaft bestimmt. Ponson-Debat-Pouts liegt in den Zonen AOC der Schweinerasse Porc noir de Bigorre und des Schinkens Jambon noir de Bigorre.[13]




Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[14]
Gesamt = 14




Verkehr |


Ponson-Debat-Pouts ist erreichbar über die Routes départementales 54, 62, 154 und 202.



Weblinks |



 Commons: Ponson-Debat-Pouts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



  • Atlas du Patrimoine Historique et Culturel mit Bildern aus Ponson-Debat-Pouts (französisch)


  • Ponson-Debat-Pouts auf der Website des ehemaligen Gemeindeverbands (französisch)


  • Website der Arbeitsgemeinschaft des Noir de Bigorre (französisch)



Einzelnachweise |




  1. Pyrénées-Atlantiques Gentilé (fr) habitants.fr. Abgerufen am 5. November 2017.


  2. Ma commune : Ponson-Debat-Pouts (fr) Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne. Abgerufen am 5. November 2017.


  3. abcd Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées (fr) In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale. S. 137, 139. 1863. Abgerufen am 5. November 2017.


  4. ab Ponson-Debat-Pouts (fr) visites.aquitaine.fr. Abgerufen am 5. November 2017.


  5. ab David Rumsey Historical Map Collection France 1750 (en) David Rumsey Map Collection: Cartography Associates. Abgerufen am 5. November 2017.


  6. ab Notice Communale Ponson-Debat-Pouts (fr) EHESS. Abgerufen am 5. November 2017.


  7. Notice Communale Pouts (fr) EHESS. Abgerufen am 5. November 2017.


  8. Populations légales 2014 Commune de Ponson-Debat-Pouts (64451) (fr) INSEE. Abgerufen am 5. November 2017.


  9. Conseil régional d’Aquitaine: Eglise Saint-Orens (fr) visites.aquitaine.fr. Abgerufen am 5. November 2017.


  10. Eglise paroissiale Saint-Orens (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 5. November 2017.


  11. Conseil régional d’Aquitaine: Eglise Saint- Jean-Baptiste (fr) visites.aquitaine.fr. Abgerufen am 5. November 2017.


  12. Eglise paroissiale Saint-Jean-Baptiste (fr) Ministerium für Kultur und Kommunikation. Abgerufen am 5. November 2017.


  13. Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher un produit (fr) Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 5. November 2017.


  14. Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Ponson-Debat-Pouts (64451) (fr) INSEE. Abgerufen am 5. November 2017.


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