Gian Galeazzo Sforza







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Gian Galeazzo Sforza


Gian Galeazzo Maria Sforza (* 20. Juni 1469 in Abbiategrasso; † 21. Oktober 1494 in Pavia) war von 1476 bis 1494 nominell der 6. Herzog von Mailand. Die tatsächliche Regierung lag jedoch zunächst bei seiner Mutter Bona von Savoyen, die jedoch 1481 als Regentin von seinem Onkel Ludovico Sforza, genannt il Moro, verdrängt wurde, der auch nach der Großjährigkeit seines Neffen de facto weiter regierte.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Herkunft


  • 2 Ehe und Nachkommen


  • 3 Literatur


  • 4 Weblinks


  • 5 Einzelnachweise





Herkunft |


Gian Galeazzo stammte aus der Familie Sforza, war ein Enkel von Francesco I. Sforza der von 1450 bis 1466 als erster Herzog von Mailand seines Hauses regierte und der älteste Sohn von Galeazzo Maria Sforza, Herzog von Mailand von 1476 bis 1476 aus dessen zweiter Ehe mit Bona von Savoyen († 1485). Er war damit u. a. ein Bruder der Bianca Maria Sforza († 1510), der zweiten Gemahlin von Kaiser Maximilian I. († 1519) und ein Halbbruder der durch ihre Unerschrockenheit berühmten Caterina Sforza († 1509).[1]



Ehe und Nachkommen |


Gian Galeazzo heiratete am 2. Februar 1489 Isabella von Aragón (* 2. Oktober 1470, † 11. Februar 1524, eine Tochter von König Alfons II.). Mit ihr hatte er drei Kinder:



  • Francesco Sforza (1490–1511), genannt il Duchetto, Abt von Marmoutier

  • Ippolita Sforza († um 1501)


  • Bona Sforza (1494–1557) ⚭ 1518 Sigismund I., König von Polen (1467–1548)


Gian Galeazzos plötzlicher Tod im Alter von 25 Jahren wird den Machenschaften seines Onkels Ludovico zugeschrieben. Um an die Macht zu gelangen, habe dieser ein Attentat geplant, bei dem er, unterstützt von seinen engsten Freunden, Galeazzo mit mehreren Messerstichen in Kopf und Oberkörper ermordet habe. Der Leichnam des Opfers soll in einer Kirche unter dem Altar beerdigt worden sein. Noch am Tag von Gian Galeazzos Tod nahm Ludovico die Krone Mailands für sich in Anspruch und überging somit Gian Galeazzos vierjährigen Sohn Francesco in der Herrschaftsnachfolge. Nach Ludovicos Sturz 1499 wurde Francesco wie dieser von Ludwig XII. nach Frankreich geschafft, wo er später Abt von Marmoutier wurde.



Literatur |


  • Francesca M. Vaglienti: GIAN GALEAZZO MARIA Sforza, duca di Milano. In: Mario Caravale (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 54: Ghiselli–Gimma. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 2000.


Weblinks |



 Commons: Gian Galeazzo Sforza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Veröffentlichungen zu Gian Galeazzo Sforza im Opac der Regesta Imperii


Einzelnachweise |




  1. Genealogie der Sforza in Genealogy.EU [1]













Vorgänger Amt Nachfolger
Galeazzo Maria Sforza
Herzog von Mailand
1476–1494

Ludovico Sforza



































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