Waltersdorf (Niederer Fläming)




































Waltersdorf

Gemeinde Niederer Fläming

51.90670113.28415793Koordinaten: 51° 54′ 24″ N, 13° 17′ 3″ O

Höhe:

93 m ü. NHN

Fläche:
11,34 km²

Einwohner:
86 (31. Dez. 2018)[1]

Bevölkerungsdichte:
8 Einwohner/km²

Eingemeindung:
31. Dezember 1997

Postleitzahl:
14913

Vorwahl:
033744

Dorfkirche Waltersdorf

Dorfkirche Waltersdorf


Waltersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Der Ort gehört dem Amt Dahme/Mark an und war bis zum 31. Dezember 1997 eine eigenständige Gemeinde.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Lage


  • 2 Geschichte


  • 3 Sehenswürdigkeiten


  • 4 Einwohnerentwicklung


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Lage |


Waltersdorf liegt 17 Kilometer Luftlinie südöstlich von Jüterbog im Fläming. Die Gemarkung Waltersdorfs grenzt im Norden an Schlenzer, im Nordosten an Niebendorf-Heinsdorf, einen Ortsteil der Stadt Dahme/Mark, im Osten und Süden an Hohenseefeld, im Westen an Nonnendorf sowie im Nordwesten an Sernow. Nördlich von Waltersdorf liegt das Waldgebiet Waltersdorfer Heide. In Waltersdorf entspringt der Ihlower Graben.


Waltersdorf liegt an einer Gemeindestraße, die etwa zwei Kilometer westlich von der Bundesstraße 102 abzweigt.



Geschichte |


Das Angerdorf Waltersdorf wurde erstmals im Jahr 1183, nach anderen Quellen 1342, urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist vermutlich von dem Personennamen Walter abgeleitet.[2] Ursprünglich war Waltersdorf eine slawische Ortsgründung, später wurde das Dorf von den Flamen neu besiedelt und erhielt bereits 1342 seinen heutigen Namen. Die Besitzrechte in Waltersdorf wechselten im Verlauf der Zeit häufig. Zunächst war Waltersdorf in Pfandbesitz der Brüder von Schlieben, die es im Jahr 1441 an die Standesherrschaft Baruth verkauften. Ab 1529 gehörte der Ort als Vorwerk zu Niebendorf.[3] Nach dem Wiener Kongress war Waltersdorf eine Gemeinde im damals neu gegründeten Landkreis Jüterbog-Luckenwalde. 1841 hatte Waltersdorf 142 Einwohner. Die Kirche des Ortes war ein Filial zur Kirchengemeinde Heinsdorf.[4]


Im Juli 1952 wurde der inzwischen umbenannte Landkreis Luckenwalde aufgelöst und Waltersdorf ein Teil des Kreises Jüterbog im DDR-Bezirk Potsdam. Nach der Wende und der brandenburgischen Kreisreform 1993 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Teltow-Fläming. Am 31. Dezember 1997 schlossen sich Waltersdorf und 13 weitere Gemeinden zu der Gemeinde Niederer Fläming zusammen, die seit dem 1. Januar 2018 vom Amt Dahme/Mark verwaltet wird.



Sehenswürdigkeiten |



  • Die Dorfkirche Waltersdorf ist ein rechteckiger Saalbau aus Feldstein, der im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Die Fenster wurden im 18. Jahrhundert vergrößert, die barocke Ausstattung stammt weitestgehend ebenfalls aus der Zeit und wurde Anfang der 1960er-Jahre saniert.[5]


Einwohnerentwicklung |

























Jahr
Einwohner
1875 160
1890 190
1925 220



















Jahr
Einwohner
1933 201
1939 195
1946 290



















Jahr
Einwohner
1950 276
1964 209
1971 215



















Jahr
Einwohner
1981 178
1989 146
1996 135


Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6]



Weblinks |


  • Waltersdorf auf der Seite der Gemeinde Niederer Fläming


Einzelnachweise |




  1. Amtsblatt Dahme/Mark 3/2019


  2. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin. Alter – Herkunft – Bedeutung. be.bra Wissenschaft, Berlin 2005, S. 176. 


  3. Ortsteile – Waltersdorf. Gemeinde Niederer Fläming, abgerufen am 7. Januar 2019. 


  4. G. F. Reimer (Hrsg.): Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Potsdam und der Stadt Berlin. Verlag der Ganderschen Buchhandlung, Berlin 1841, S. 111.


  5. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Brandenburg. Bearbeitet von Gerhard Vinken und anderen, durchgesehen von Barbara Rimpel. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 1138.


  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 KB) Landkreis Teltow-Fläming. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 7. Januar 2019. 


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