Burg Wahrberg








































Burg Wahrberg

Burg Wahrberg

Burg Wahrberg


Alternativname(n):
Schloss Wahrberg

Entstehungszeit:
800 bis 900

Burgentyp:
Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand:
Erhalten

Ständische Stellung:
Adlige, Grafen, Klerikale, Bürgerliche
Ort:

Aurach-Wahrberg

Geographische Lage

49° 14′ 19,1″ N, 10° 24′ 30,3″ O49.23865210.408425490Koordinaten: 49° 14′ 19,1″ N, 10° 24′ 30,3″ O
Höhe:

490 m ü. NHN


Burg Wahrberg (Bayern)


Burg Wahrberg





Die Burg Wahrberg, auch Schloss Wahrberg genannt, ist eine frühmittelalterliche Spornburg auf dem 490 m ü. NHN hohen Sporn einer lang gestreckten Bergzunge und zugleich Ortsteil der Gemeinde Aurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken) mit 13 Einwohnern.[1]




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geschichte


  • 2 Einwohnerentwicklung


  • 3 Religion


  • 4 Literatur


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Geschichte |


Im 9. Jahrhundert wurde auf einer Bergzunge in Spornlage, wo schon eine frühe Anlage aus keltischer Zeit mit Wachturm stand, eine viereckige Schanze errichtet und 888 erwähnt. Die Spornburg diente vermutlich der Sicherung einer von Süden kommenden Heerstraße zum Main und einer aus dem Bereich des Kochers bei Schwäbisch Hall kommenden Salzstraße in den mittelfränkischen Raum.


Im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Burg von den Herren von Wahrberg, die in enger Beziehung zu den Staufern standen, ausgebaut; sie war von 1119 bis 1275 deren Stammsitz und anschließend bis 1805 im Besitz des Hochstifts Eichstätt und Sitz eines Pfleg- und Oberamtes.


Nachdem Teile der Burg Ende des 19. Jahrhunderts abgebrannt waren, wurde sie 1905 im klassizistischen Stil renoviert und ist seit der Zeit im Besitz der Familie Bornebusch.


Als ehemalige Besitzer werden auch die Grafen von Oettingen genannt. Das Wappen von 1613 über dem Eingang weist auf Fürstbischof Johann Christoph von Westerstetten und das von 1745 über dem Torturm auf Fürstbischof Johann Anton von Freiberg hin.


Die Burg wird nun als Seminarhaus genutzt. In den Nebengebäuden ist ein Reiterhof untergebracht.



Einwohnerentwicklung |



























































Jahr

001818

001840

001861

001871

001885

001900

001925

001950

001961

001970

001987
Einwohner
11 21 16 13 24 16 21 37 29 9 13
Häuser[2]
2 6 4 4 2 3 4 5
Quelle
[3] [4] [5] [6] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13]


Religion |


Der Ort ist auch nach der Reformation katholisch geblieben. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Peter und Paul gepfarrt, die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession nach St. Wenzeslaus (Weißenkirchberg).



Literatur |




  • Karl Bosl (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 7: Bayern (= Kröners Taschenausgabe. Band 277). 3. Auflage. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-27703-4.


  • Johann Kaspar Bundschuh: Wahrberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 73–77 (Digitalisat). 

  • Ruth Bach-Damaskinos, Jürgen Schnabel, Sabine Kothes: Schlösser und Burgen in Mittelfranken. Verlag A. Hofmann, Nürnberg 1993, ISBN 3-87191-186-0, S. 151.

  • Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 132–133. 



Weblinks |



  • Eintrag zu Wahrberg in der privaten Datenbank „Alle Burgen“.

  • Website der Burg Wahrberg

  • Burg Wahrberg bei aurach.de


  • Wahrberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek


  • Wahrberg in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg


  • Wahrberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie



Einzelnachweise |




  1. Wahrberg. In: Daten aus dem genealogischen Ortsverzeichnis. GenWiki, abgerufen am 26. März 2015 (Stand 1987). 


  2. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840, 1852 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“.


  3. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 98 (Digitalisat). 


  4. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 156 (Digitalisat). 


  5. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1023, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat). 


  6. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1187, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). 



  7. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1119 (Digitalisat). 



  8. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1187 (Digitalisat). 



  9. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1224 (Digitalisat). 




  10. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1053 (Digitalisat). 



  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 773 (Digitalisat). 



  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 167 (Digitalisat). 



  13. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 324 (Digitalisat). 


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