Dietenbronn (Aurach)























Dietenbronn

Gemeinde Aurach

49.24972222222210.393055555556445Koordinaten: 49° 14′ 59″ N, 10° 23′ 35″ O

Höhe:
445 (442–463) m ü. NHN

Einwohner:
53 (25. Mai 1987)[1]

Postleitzahl:
91589

Vorwahl:
09804

Dietenbronn (umgangssprachlich: Didəbrún[2]) ist ein Ortsteil der Gemeinde Aurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken).




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geografie


  • 2 Geschichte


    • 2.1 Baudenkmal


    • 2.2 Einwohnerentwicklung




  • 3 Religion


  • 4 Verkehr


  • 5 Literatur


  • 6 Weblinks


  • 7 Einzelnachweise





Geografie |


Im Dorf entspringt der Brunnengraben, der ein rechter Zufluss des Großen Aurachbachs ist, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Südwesten grenzt die Forst Aurach an. Ca. 1 km südwestlich erhebt sich der Waltersberg (505 m ü. NHN) und ca. 0,5 km südöstlich der Steckberg (491 m ü. NHN). Im Nordwesten liegt das Flurgebiet Gründlein und im Süden Hasenzagel.[3]



Geschichte |


Erstmals namentlich erwähnt wurde das Dorf 1327 als „Tittenbrunne“. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort der Personenname Titto ist. Der Ortsname bedeutet als Zur Quelle des Titto.[2]


Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amts Leutershausen aus dem Jahr 1608 sind für Dietenbronn 8 Mannschaften verzeichnet, von denen 3 Mannschaften dem Rat zu Ansbach unterstanden, 1 Mannschaft dem Klosterverwalteramt Sulz und 3 Mannschaften dem Hochstift Eichstätt. Das Hochgericht übte das Amt Leutershausen aus.[4] Im 16-Punkte-Bericht des Amts Leutershausen aus dem Jahr 1681 sind für Dietenbronn die Zahl der Mannschaften und die grundherrschaftlichen Verhältnisse unverändert.[5]


Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dietenbronn zehn Haushalte. Das Hochgericht übte weiterhin das Stadtvogteiamt Leutershausen aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Aurach inne. Die einzelnen Anwesen unterstanden unterschiedlichen Grundherren: sechs dem Fürstentum Ansbach (Klosterverwalteramt Sulz: 1, Ansbacher Rat: 5) und vier Anwesen dem Hochstift Eichstätt (Kastenamt Wahrberg: 3, Kastenamt Aurach: 1). Neben den Haushalten gab es noch das Hirtenhaus, das ein kommunales Gebäude war.[6]


Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dietenbronn dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Büchelberg zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Büchelberg an.[7] Am 1. Juli 1972 wurde Dietenbronn im Zuge der Gebietsreform nach Aurach eingemeindet.



Baudenkmal |


  • Haus Nr. 4: ehemaliger Bauernhof, erdgeschossiges massives Wohnstallhaus mit Satteldach und Putzgliederung, bezeichnet 1808.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Aurach (Landkreis Ansbach)#Dietenbronn



Einwohnerentwicklung |



























































Jahr

001818

001840

001861

001871

001885

001900

001925

001950

001961

001970

001987
Einwohner
66 78 63 57 62 48 65 60 44 43 53
Häuser[8]
13 11 11 13 10 10 9 12
Quelle
[9] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]


Religion |


Der Ort ist auch nach der Reformation katholisch geblieben. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Peter und Paul gepfarrt, die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession nach St. Wenzeslaus (Weißenkirchberg).



Verkehr |


Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Aurach zur Staatsstraße 1066 bzw. zur Kreisstraße AN 3 bei Atzenhofen.



Literatur |




  • Johann Kaspar Bundschuh: Dietenbronn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 595 (Digitalisat). 


  • Johann Kaspar Bundschuh: Dietenbrunn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 607 (Digitalisat). 

  • Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 66. 

  • Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Michael Laßleben, Kallmünz 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 848. 

  • Hermann Schreiber: Leutershausen. Leutershausen 1975, DNB 810483149, S. 354–358. 



Weblinks |




  • Dietenbronn auf der Website aurach.de


  • Dietenbronn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek


  • Dietenbronn in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg


  • Dietenbronn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie



Einzelnachweise |




  1. ab Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 324 (Digitalisat). 


  2. ab E. Fechter, S. 66.


  3. Dietenbronn im BayernAtlas


  4. Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 21/1, 17r. Zitiert nach M .Jehle, Bd. 2, S. 714.


  5. Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 22, 41. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 720.


  6. M. Jehle, Bd. 2, S. 848.


  7. Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 964.


  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.


  9. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 18 (Digitalisat). 


  10. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 187 (Digitalisat). 


  11. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 987, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat). 


  12. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1153, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). 



  13. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1087 (Digitalisat). 



  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1151 (Digitalisat). 



  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat). 




  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1024 (Digitalisat). 



  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 753 (Digitalisat). 



  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 167 (Digitalisat). 



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