Landkreis Offenbach




































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen des Landkreises Offenbach

Deutschlandkarte, Position des Landkreises Offenbach hervorgehoben50.0182368.785651Koordinaten: 50° 1′ N, 8° 47′ O
Basisdaten

Bundesland:

Hessen

Regierungsbezirk:

Darmstadt

Verwaltungssitz:

Dietzenbach

Fläche:
356,3 km2
Einwohner:
351.692 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
987 Einwohner je km2

Kfz-Kennzeichen:
OF

Kreisschlüssel:
06 4 38
Kreisgliederung:
13 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:

Werner-Hilpert-Straße 1
63128 Dietzenbach
Webpräsenz:

www.kreis-offenbach.de

Landrat:

Oliver Quilling (CDU)
Lage des Landkreises Offenbach in Hessen


Kassel
Landkreis Kassel
Werra-Meißner-Kreis
Schwalm-Eder-Kreis
Landkreis Waldeck-Frankenberg
Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Landkreis Fulda
Vogelsbergkreis
Landkreis Marburg-Biedenkopf
Lahn-Dill-Kreis
Landkreis Limburg-Weilburg
Landkreis Gießen
Main-Kinzig-Kreis
Wetteraukreis
Rheingau-Taunus-Kreis
Hochtaunuskreis
Wiesbaden
Main-Taunus-Kreis
Kreis Groß-Gerau
Frankfurt am Main
Offenbach am Main
Landkreis Offenbach
Darmstadt
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Kreis Bergstraße
Kreis Bergstraße
Odenwaldkreis
Baden-Württemberg
Rheinland-Pfalz
Bayern
Nordrhein-Westfalen
Niedersachsen
Thüringen
Karte
Über dieses Bild



Der Landkreis Offenbach[2] ist eine Gebietskörperschaft im Regierungsbezirk Darmstadt in Hessen. Der Landkreis liegt zentral im Rhein-Main-Gebiet und ist Teil der Stadtregion Frankfurt, der städtischen Agglomeration um die Kernstadt Frankfurt am Main. Die Kreisstadt ist seit 2002 Dietzenbach, zuvor war es die Stadt Offenbach am Main.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Lage


    • 1.2 Nachbarkreise




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Vorgeschichte des Kreises


    • 2.2 Bildung des Kreises Offenbach


    • 2.3 Gebietsveränderungen


      • 2.3.1 Großherzogtum


      • 2.3.2 Republik




    • 2.4 Historische Quellen


    • 2.5 Einwohnerentwicklung




  • 3 Politik


    • 3.1 Landräte


    • 3.2 Kreistag


    • 3.3 Wappen


    • 3.4 Partnerschaften




  • 4 Wirtschaft und Infrastruktur


    • 4.1 Verkehr


    • 4.2 Verkehrsgeschichte




  • 5 Gemeinden


  • 6 Ehemalige Gemeinden


  • 7 Kfz-Kennzeichen


  • 8 Literatur


  • 9 Weblinks


  • 10 Einzelnachweise





Geographie |



Lage |


Der Kreis Offenbach liegt in der unteren Mainebene, der Main bildet die nördliche Grenze des Kreises. Das Kreisgebiet weist viele Kiefernwälder und Waldseen auf, die auf den starken Kiesabbau zurückgehen, der hier erfolgte. Zu den Bächen im Kreis Offenbach gehören die Rodau und die Bieber, die beide in den Main münden.


Das Kreisgebiet wird von der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute durchzogen.



Nachbarkreise |


Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Main-Kinzig-Kreis (in Hessen), Aschaffenburg (in Bayern) sowie an den Landkreis Darmstadt-Dieburg, an die kreisfreie Stadt Darmstadt, an den Kreis Groß-Gerau und an die kreisfreien Städte Frankfurt am Main und Offenbach am Main (alle wiederum in Hessen).



Geschichte |



Vorgeschichte des Kreises |


Das westliche Kreisgebiet gehörte überwiegend zur Grafschaft Isenburg, ab 1744 Fürstentum Isenburg, seit 1806 war das Fürstentum Isenburg ein souveräner Staat und Mitglied im Rheinbund. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam das isenburgische Gebiet zunächst an Österreich und 1816 zum Großherzogtum Hessen[3], was sich durch einen Territorial-Ausgleich[4] mit dem Kurfürstentum Hessen auf eine Teilung des Fürstentums einigte. Der im Landkreis gelegene Teil kam zu dem Großherzogtum Hessen.


Das östliche Kreisgebiet war überwiegend Bestandteil des Kurfürstentums Mainz. Dieses Mainzer Gebiet gehörte zuvor den Herren von Eppstein und den Herren von Hagen-Münzenberg, noch früher war das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme der Gegend um Langen Teil des fränkischen Maingaues. Weitere Territorialherren in der Zeit des Heiligen Römischen Reichs auf dem Gebiet des heutigen Kreises waren: die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt für Langen, Egelsbach und Dietzenbach; die Landgrafschaft Hessen-Kassel als Erbe der Grafschaft Hanau für Dudenhofen; die Grafen von Schönborn für Heusenstamm, Obertshausen, Hausen und Gravenbruch; der Deutsche Orden für den Wildhof und den umgebenden Forst und die Herren von Frankenstein für Messenhausen.


Nach der Säkularisation von Kurmainz 1803 wurde dessen Gebiet dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen, die alte Verwaltungseinteilung in Ämter blieb bestehen. Nach der Verkündigung der Verfassung des Großherzogtums Hessen am 17. Dezember 1820 folgte am 14. Juli 1821 eine umfassende Verwaltungsreform. Statt der traditionellen Ämter wurden nun Landratsbezirke gebildet. Das Gebiet des späteren Kreises Offenbach lag nun in der Provinz Starkenburg im




  • Landratsbezirk Langen: Dieser umfasste das ehemalige Amt Kelsterbach, mit Ausnahme von Ginsheim und Nauheim, ebenso die Zent Arheiligen des ehemaligen Amtes Dieburg die Orte Ober- und Nieder-Roden und aus dem Amt Schaafheim Dietzenbach.


  • Landratsbezirk Offenbach: Dieser umfasste die ehemaligen isenburgischen Besitzungen Bürgel, Dreieichenhain, Götzenhain, Münster, Neu-Isenburg, Offenthal, Philippseich, Sprendlingen, Urberach, Gravenbruch, Gehspitz, Neuhof und Wildhof sowie die Forste Offenbach und Dreieich. Damit trennte der Landratsbezirk Offenbach den Landratsbezirk Langen bis 1828 in zwei Teile.


  • Landratsbezirk Seligenstadt: Er umfasste neben den linksmainischen Besitzungen des säkularisierten Kurmainz den größten Teil des bis 1736 hanauischen, anschließend zwischen den Landgrafschaften Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel geteilten Amtes Babenhausen. Das eigentliche Hinterland Seligenstadts, die rechtsmainischen Stiftsgebiete, waren 1803 an das Fürstentum Aschaffenburg bzw. Großherzogtum Frankfurt, dann 1814 an das Königreich Bayern gefallen.



Bildung des Kreises Offenbach |


Mit der am 20. August 1832 bekannt gegebenen Neugliederung wurde der Kreis Offenbach aus den Landratsbezirken Offenbach, Seligenstadt und einem Teil des Landratsbezirkes Langen mit dem Verwaltungssitz Offenbach gegründet. Der Landratsbezirk Langen wurde geteilt: Die Orte Dietzenbach, Nieder- und Ober-Roden, Eppertshausen und Messenhausen kamen zum Kreis Offenbach; der westliche Teil wurde mit dem Landratsbezirk Dornberg zum Kreis Groß-Gerau vereinigt.



Gebietsveränderungen |



Großherzogtum |




Großherzogliches Kreisamt in der Ludwigstraße 1905




Hessen im Jahr 1930


Am 31. Juli 1848 wurden die Gemeinden des Kreises Offenbach in den Regierungsbezirk Darmstadt eingegliedert, einige Gemeinden dem Regierungsbezirk Dieburg zugeschlagen. Diese Verwaltungsreform hatte jedoch nur knapp vier Jahre Bestand, denn am 28. April 1852 wurde sie wieder aufgehoben und es wurden erneut Kreise geschaffen, auch der Kreis Offenbach, mit leicht geänderten Grenzen: Langen und Egelsbach kamen aus dem Kreis Groß-Gerau hinzu, während die Orte Babenhausen, Messenhausen, Nieder-Roden, Ober-Roden und Urberach dem Kreis Dieburg abgegeben wurden.
Nach dem Krieg von 1866 verlor das Großherzogtum eine Reihe von Gebieten an das siegreiche Königreich Preußen, erhielt aber auch einige für Preußen sehr randlich gelegene Stücke aus dessen kurhessischer Beute. Dazu zählte auch das Dorf Rumpenheim, das 1867 dem Kreis Offenbach zugeschlagen wurde.


Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es erneut zu einer neuen Kreiseinteilung. Die dabei geschaffene Gliederung des Großherzogtum in sieben die Provinz Starkenburg bildende Kreise (Bensheim, Darmstadt, Dieburg, Erbach, Groß-Gerau, Heppenheim, Offenbach) hatte mehr als sechs Jahrzehnte bis in die Zeit des Volksstaats Hessen und darüber hinaus Bestand. Von 1874 bis 1947 gehörte als Exklave auch das weit entfernte Steinbach im Taunus zum Kreis Offenbach, nachdem der Kreis Vilbel aufgelöst worden war. Am 1. April 1947 kam Steinbach zum Obertaunuskreis.



Republik |


Schon während der französischen Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg (1923 bis 1926) wurde Steinbach dem Kreis Höchst sowie Buchschlag, Egelsbach und Langen dem Kreis Groß-Gerau unterstellt.


Nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage wurden 1937 die drei hessischen Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen aufgehoben. Am 1. April 1938 schied Bieber mit der Eingemeindung nach Offenbach aus dem Kreis aus und zum 1. November 1938 wurde in Hessen eine einschneidende Gebietsreform durchgeführt. Dies bedeutete für den Landkreis Offenbach: Die Stadt Offenbach am Main schied gemeinsam mit dem bereits 1908 eingemeindeten Bürgel aus dem Kreis Offenbach aus und wurde kreisfrei. Der Sitz der Kreisverwaltung blieb bis 2002 jedoch in Offenbach. Ebenfalls 1938 wurde aus der Gemarkung Mitteldick die Siedlung Zeppelinheim. 1942 schied Rumpenheim mit der Eingemeindung nach Offenbach wieder aus dem Landkreis Offenbach aus. Die so geschaffene Kreiseinteilung hatte zunächst bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Bestand.


Im Rahmen der hessischen Gebietsreform[5] der 1970er-Jahre wurde das Kreisgebiet dann erneut verändert: 1974 verloren die Stadt Steinheim am Main und die Gemeinde Klein-Auheim ihre Selbständigkeit, wurden aus dem Kreis Offenbach aus- und in die Stadt Hanau eingegliedert. 1977 wurden die Gemeinden Nieder-Roden, Ober-Roden und Urberach aus dem Landkreis Dieburg dem Landkreis Offenbach zugeschlagen. Ebenfalls 1977 verloren die Städte Dreieichenhain und Sprendlingen sowie die Gemeinde Froschhausen ihre teilweise jahrhundertealte Selbständigkeit und wurden mit Nachbarorten zu größeren Städten (Dreieichenhain und Sprendlingen mit Buchschlag, Götzenhain und Offenthal zu Dreieich) zusammengelegt oder in Nachbarorte (Froschhausen zu Seligenstadt) eingemeindet.


Seit dem 21. Juni 2002 ist Dietzenbach die Kreisstadt des Kreises Offenbach. Somit liegt der Sitz nicht mehr in der namensgebenden Großstadt, wenngleich andere Institutionen wie etwa die Berufsschule in der Stadt sind. Immer wieder wird deshalb von Parteien eine Änderung des Kreisnamens ins Spiel gebracht, beispielsweise in Untermainkreis oder Landkreis Maingau.



Historische Quellen |


Das historische Schriftgut des Landkreises Offenbach liegt heute im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt (Bestand G 15 Offenbach für die Akten bis 1945,[6] Bestand H 2 Offenbach für die Unterlagen ab 1945[7]). Auch wenn im Verlauf des Zweiten Weltkrieges viele der Kreisamtsakten verloren gegangen sind, reichen die ältesten Unterlagen bis in das Jahr 1824 zurück. Die beiden Bestände spiegeln das Leben im Kreis, angefangen bei Handel, Bauwesen und Bevölkerungsentwicklung, bis hin zu Kirchen-, Gesundheits-, und Landwirtschaftswesen wider. Es finden sich Entschädigungsakten für Kriegssachschäden sowie Unterlagen der ehemaligen Betreuungsstelle für politisch, rassisch und religiös Verfolgte.
Die beiden Bestände sind größtenteils verzeichnet und im Internet recherchierbar.



Einwohnerentwicklung |
































































Datum Einwohner[8][9][10]
1852
43.282
1900
120.813
1910
161.569
1925
175.480
1933
185.038

1939
104.427
1950
131.178
1960
175.300
1970
252.400
1980
294.400
1990
316.300
2000
335.030
2010
338.061
2015
347.357


Politik |



Landräte |


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Kreistag |


Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[11] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[12][13][14]








Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung



Kommunalwahl im Landkreis Offenbach 2016




 %

40

30

20


10

0








32,4 %



23,8 %



14,7 %



12,0 %



7,3 %



3,6 %



3,4 %



1,6 %



1,3 %




CDU

SPD

AfD

Grüne

FDP


FWf

Linke

FL-NEV

Piraten



Gewinne und Verluste


im Vergleich zu 2011


 %p

 16

 14

 12

 10

   8

   6

   4


   2

   0


  -2

  -4

  -6

  -8

-10





-5,2 %p



-1,6 %p



+14,7 %p



-8,9 %p



+3,0 %p



-3,1 %p



+0,8 %p



+1,6 %p



-1,2 %p



CDU

SPD

AfD

Grüne

FDP


FWf

Linke

FL-NEV

Piraten



Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen


Anmerkungen:

f 2011: FWG-Die Bürger + FW-OF







Sitzverteilung im Kreistag 2016



3


1


21


10


6


28


3


2


13



21 10 28 13 













Insgesamt 87 Sitze


  • Linke: 3


  • Piraten: 1


  • SPD: 21


  • Grüne: 10


  • FDP: 6


  • CDU: 28


  • FW: 3


  • FL-NEV: 2


  • AfD: 13































































































































































































Wahlvorschläge
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands
32,4
28
37,6
33
46,2
40
45,5
39
SPD

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
23,8
21
25,4
22
27,8
24
32,1
28
AfD

Alternative für Deutschland
14,7
13






GRÜNE

Bündnis 90/Die Grünen
12,0
10
20,9
18
11,0
10
11,1
10
FDP

Freie Demokratische Partei
7,3
6
4,3
4
6,3
6
4,6
4
FW
Freie Wähler
3,6
3






DIE LINKE.

DIE LINKE.
3,4
3
2,6
2
2,7
2


FL-NEV
Freie Liste - Nichtparteigebundene Einwohner Vertreter
1,6
2






PIRATEN

Piratenpartei Deutschland
1,3
1
2,5
2




FWG – Die Bürger
Freie Wähler Gemeinschaft – Bürger für den Kreis Offenbach


4,3
4
4,5
4
3,5
3
FW-OF
Freie Wähler Kreis Offenbach


2,4
2




DEUTSCHE LISTE
Wählergruppe Deutsche Liste




1,4
1


REP

Die Republikaner






3,2
3
Gesamt

100,0

87

100,0

87

100,0

87

100,0

87
Wahlbeteiligung in %
45,6
45,3
44,9
50,8


Wappen |









Wappen des Landkreises Offenbach


Blasonierung: „In silbernem Schild ein grüner Eichbaum mit drei goldenen Eicheln, belegt mit einem von Silber und Rot gespaltenen Schildchen, darin vorn zwei schwarze Balken, hinten ein halbiertes silbernes Rad am Spalt.“

Wappenbegründung: Das Recht zur Führung eines Kreiswappens wurde am 8. Februar 1951 verliehen.[15] Der Eichenbaum steht für die ehemals ausgedehnten Wälder vom Wildbann Dreieich. Der Schild in der Mitte zeigt das Wappen der Grafen von Ober-Isenburg (schwarze Balken) und das Mainzer Rad.

Darüber hinaus verwendet der Kreis Offenbach eine Flagge und seit 2002 ein offizielles Logo.




Partnerschaften |


Der Landkreis unterhält folgende Partnerschaften:




  • China VolksrepublikVolksrepublik China Stadt Liaocheng, Volksrepublik China


  • IsraelIsrael Stadt Kiryat Ono, Israel


  • PolenPolen Landkreis Radomsko, Polen


  • TurkeiTürkei Stadt Uşak, Türkei


  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten County Waukesha, Wisconsin, Vereinigte Staaten



Wirtschaft und Infrastruktur |


Der Kreis Offenbach ist Teil des wirtschaftsstarken Rhein-Main-Gebietes. Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Offenbach Platz 57 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „hohen Zukunftschancen“.[16]



Verkehr |


Mit dem Flughafen Frankfurt am Main befindet sich einer der Flughäfen mit dem höchsten Passagieraufkommen Europas zu einem Teil im Landkreis Offenbach. Der größte allgemeine Verkehrslandeplatz Deutschlands, der Flugplatz Frankfurt-Egelsbach, liegt ebenfalls im Kreis.


Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wirkt die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) als Lokale Nahverkehrsgesellschaft und Aufgabenträger im Rhein-Main-Verkehrsverbund.


Die oben genannten Bahnstrecken bedienen den Kreis im Schienenverkehr. Zwei Linien der S-Bahn Rhein-Main führen von Offenbach-Ost aus über Heusenstamm nach Dietzenbach (S2) bzw. durch den Rodgau nach Rödermark (S1). Von Dieburg her kommend, verbindet die Dreieichbahn (RMV-Linie 61) stündlich bzw. halbstündlich Rödermark mit Dreieich-Buchschlag, wo ein Anschluss an die S-Bahn-Linien S3 und S4 besteht. Drei Zugpaare pro Tag gehen durch bis Frankfurt (Main) Hauptbahnhof.


Durch das Kreisgebiet führen die Bundesautobahnen 3 (Frankfurt–Würzburg) und 661 (Egelsbach–Oberursel), ebenso mehrere Bundesstraßen: die B 45, die B 448, die B 459 und die B 486.



Verkehrsgeschichte |


Im 19. Jahrhundert wurde das Kreisgebiet zunächst mit neuen Chausseen, später durch Bahnlinien erschlossen:



  • Chaussee:

    • (Aschaffenburg) – Seligenstadt – Bieber – Offenbach

    • Darmstadt – Langen – Sprendlingen – Neu-Isenburg – (Frankfurt)

    • Sprendlingen – Offenbach



  • Eisenbahn


    • Main-Neckar-Eisenbahn (1846)


    • Frankfurt-Offenbacher Eisenbahn (1848)


    • Bahnstrecke Darmstadt-Aschaffenburg (1858)


    • Odenwaldbahn (1870/1882)


    • Frankfurt-Bebraer Eisenbahn (1875)


    • Rodgaubahn 1896


    • Bahnstrecke Offenbach-Bieber–Dietzenbach (1898)


    • Dreieichbahn (1905)





Gemeinden |



Neu-Isenburg
Dreieich
Langen (Hessen)
Egelsbach
Rödermark
Dietzenbach
Heusenstamm
Mühlheim am Main
Rodgau
Obertshausen
Hainburg
Seligenstadt
Mainhausen
Darmstadt
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Bayern
Main-Kinzig-Kreis
Offenbach am Main
Kreis Groß-Gerau
Frankfurt am Main
Municipalities in OF (district).svg
Über dieses Bild


(Einwohner am 31. Dezember 2017[17])






Städte




  1. Dietzenbach, Kreisstadt (34.055)


  2. Dreieich (41.548)


  3. Heusenstamm (18.857)


  4. Langen (Hessen) (37.527)


  5. Mühlheim am Main (28.318)


  6. Neu-Isenburg (37.512)


  7. Obertshausen (24.722)


  8. Rödermark (27.840)


  9. Rodgau (44.725)


  10. Seligenstadt (21.250)



Weitere Gemeinden




  1. Egelsbach (11.563)


  2. Hainburg (14.456)


  3. Mainhausen (9.319)




Ehemalige Gemeinden |


Die folgende Liste enthält alle ehemaligen Gemeinden des Landkreises Offenbach und Angaben zu ihrem Verbleib:[18][9]

























































































































































Gemeinde
eingemeindet nach
Datum der
Eingemeindung
Bieber Offenbach am Main 1. April 1938
Buchschlag Dreieich 1. Januar 1977
Bürgel Offenbach am Main 1. April 1908
Dietesheim Mühlheim am Main 1. April 1939
Dreieichenhain Dreieich 1. Januar 1977
Dudenhofen Rodgau 1. Januar 1977
Froschhausen Seligenstadt 1. Januar 1977
Götzenhain Dreieich 1. Januar 1977

Groß-Steinheim, Stadt
Steinheim am Main 1. April 1938
Hainhausen Rodgau 1. Januar 1977
Hainstadt Hainburg 1. Januar 1977
Hausen Obertshausen 1. Januar 1977
Jügesheim Rodgau 1. Januar 1977
Klein-Auheim
Hanau (Main-Kinzig-Kreis)
1. Juli 1974
Klein-Krotzenburg Hainburg 1. Januar 1977
Klein-Steinheim Steinheim am Main 1. April 1938
Klein-Welzheim Seligenstadt 1. Januar 1977
Lämmerspiel Mühlheim am Main 1. Januar 1977
Mainflingen Mainhausen 1. Januar 1977

Offenbach am Main, Stadt
kreisfreie Stadt
1. November 1938
Offenthal Dreieich 1. Januar 1977
Rembrücken Heusenstamm 1. Januar 1977
Rumpenheim Offenbach am Main 1. April 1942
Sprendlingen Dreieich 1. Januar 1977
Steinbach (Taunus) zum Obertaunuskreis
1. April 1947

Steinheim am Main, Stadt

Hanau (Main-Kinzig-Kreis)
1. Juli 1974
Weiskirchen Rodgau 1. Januar 1977
Zellhausen Mainhausen 1. Januar 1977
Zeppelinheim Neu-Isenburg 1. Januar 1977


Kfz-Kennzeichen |


Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen OF zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.



Literatur |



  • Kreisausschuss des Kreises Offenbach: Geschichte, Museen, Denkmalschutz. Offenbach o. J. [zwischen 1984 u. 1992]

  • Susanne Heun: Besiedlungsgeschichte der Latènezeit am Beispiel des Landkreises Offenbach. Siedlungsgeschichtliche Auswertung von Altfunden und neuen Fundstellen im Hinblick auf Kontinuitätsfragen, Diss, Philipps-Universität Marburg/Lahn 1999. (online, PDF)



Weblinks |



 Commons: Landkreis Offenbach – Sammlung von Bildern



  • Website des Landkreises Offenbach


  • Landkreis Offenbach. Historisches Ortslexikon. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).


  • Literatur von und über Landkreis Offenbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek


  • BürgerGIS des Kreises Offenbach (Geoinformationssystem)


  • Linkkatalog zum Thema Kreis Offenbach bei curlie.org (ehemals DMOZ)



Einzelnachweise |




  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  2. Amtlicher Name gemäß Hauptsatzung des Kreises Offenbach (PDF; 87,5 kB). Der Kreisausschuss des Kreises Offenbach. Abgerufen am 5. Mai 2013.


  3. Johann Ludwig Klüber (Hrsg.): Kaiserlich-östreichisches Patent wegen der Übergabe der Oberhoheit über verschiedene fürstlich und gräflich-isenburgische Gerichte, an Kurhessen; ferner der Oberhoheit über die übrigen unter Benennung Fürstenthum Isenburg vereinigt gewesenen Gebietstheile, über die gräflich-schönbornsche Herrschaft Heusenstamm, die freiherrlich-groschlagische Herrschaft Eppertshausen, den gräflich-ingelheimischen Ort Obererlenbach und die gräftlich-solmsische Hälfte des Ortes Niederursel, an das Großherzogthum Hessen Offenbach, den 9. Juli 1816, No. XXXVII., in: Johann Ludwig Klüber Staatsarchiv des teutschen Bundes. Band 1. (J. J. Palm und Ernst Enke), Erlangen 1816, S. 419–421 books.google.de


  4. Convention Territorial entre le Grand Duc de Hesse et Electeur de Hesse. – Signèe à Francfort sur Mein, le 29 Juin, 1816. British and Foreign State Papers 1815–1816, Band 3, Compiled by the Librarian and Keeper of the Papers, Foreign Office, James Ridgway and Sons, Piccadilly, London 1838, S. 812–819; (größtenteils in deutscher Sprache) books.google.de; auch abgedruckt in Grindaha, Heft 26, Geschichtsverein Gründau e. V., Gründau 2016 ISSN 2194-8631 S. 4–12 mit Anmerkung von Norbert Breunig


  5. Der Hessische Minister des Inneren: Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach (GVBl. II 330-33) vom 26. Juni 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 316–318 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]). 


  6. Übersicht über den Bestand "Kreisamt Offenbach (G 15 Offenbach)" Archivinformationssystem Hessen. Abgerufen am 7. Januar 2015


  7. Übersicht über den Bestand "Landkreis Offenbach (H 2 Offenbach)" Archivinformationssystem Hessen. Abgerufen am 7. Januar 2015


  8. Philipp A. F. Walther: Das Großherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, Volk, Staat und Oertlichkeit. 1854, abgerufen am 2. März 2016. 


  9. ab Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Offenbach. Abgerufen im September 2018 (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006). 


  10. Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1972


  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2016 und 2011


  12. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2011 und 2006


  13. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2006 und 2001


  14. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Kreiswahlen von 2001 und 1997


  15. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Bickenbach, Landkreis Darmstadt vom 8. Februar 1951. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1951 Nr. 8, S. 86, Punkt 151 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,5 MB]). 


  16. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com 


  17. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  18. Gemeindeverzeichnis 1900: Kreis Offenbach













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