Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1999
| Wahl des deutschen Bundespräsidenten 1999 – zweiter Wahlgang | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kandidaten | Stimmen in % | |||||
Johannes Rau | 51,6 | |||||
Dagmar Schipanski | 42,8 | |||||
Uta Ranke-Heinemann | 4,6 | |||||
Johannes Rau
Dagmar Schipanski
Uta Ranke-Heinemann
Am 23. Mai 1999 wählte die 11. Bundesversammlung Johannes Rau, der fünf Jahre zuvor gegen Roman Herzog unterlegen war, zum achten deutschen Bundespräsidenten. SPD-Parteichef Oskar Lafontaine hatte Rau das Versprechen gegeben, seine Wahl zum Bundespräsidenten zu forcieren, wenn er als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen zurücktrete. Trotz des Rücktritts Lafontaines im März 1999 blieb Rau SPD-Kandidat. Er konnte mit seiner Wahl rechnen, da SPD und Grüne zur Mehrheit in der Bundesversammlung nur neun Stimmen fehlten[1][2] und er überdies auch Sympathien in der FDP genoss.
CDU/CSU hatte in Anbetracht der vermeintlich nicht zu gewinnenden Wahl die Ilmenauer Professorin Dagmar Schipanski nominiert, die dann Wissenschaftsministerin in Thüringen wurde.
Die PDS hatte Uta Ranke-Heinemann nominiert, eine Tochter des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und Tante von Johannes Raus Ehefrau Christina.
| Berlin, 23. Mai 1999 – Gesamtstimmenzahl 1338 – absolute Mehrheit 670 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Wahlgang | Kandidat | Stimmenzahl | Anteil | Partei |
| 1. Wahlgang | Johannes Rau | 657 | 49,1 % | SPD |
Dagmar Schipanski | 588 | 43,9 % | von der CDU vorgeschlagen | |
Uta Ranke-Heinemann | 69 | 5,2 % | von der PDS vorgeschlagen | |
| 2. Wahlgang | Johannes Rau | 690 | 51,6 % | SPD |
| Dagmar Schipanski | 572 | 42,8 % | von der CDU vorgeschlagen | |
| Uta Ranke-Heinemann | 62 | 4,6 % | von der PDS vorgeschlagen | |
| Damit war Johannes Rau zum Bundespräsidenten gewählt. | ||||
Siehe auch |
- Liste der Mitglieder der 11. Bundesversammlung
- http://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/bundesversammlung/bundesversammlungen_seit_1949
Einzelnachweise |
↑ Rau: Hoffen auf Traumjob. spiegel.de, 22. Mai 1999, abgerufen am 9. September 2015.
↑ Bundespräsidentenwahl: Liberale Legenden in der Bundesversammlung. faz.net, 30. Juni 2010, abgerufen am 9. September 2015.
.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}