Tour de France 2004























































Tour de France 2004

Austragungsland

FrankreichFrankreich Frankreich
BelgienBelgien Belgien

Austragungszeitraum
3. bis 25. Juli 2004

Etappen
21 Etappen

Gesamtlänge
3391 km

Sieger

Einzelwertung
1. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lance Armstrong
(Platzierung aberkannt.)[1] 83:36:02 h
2. DeutschlandDeutschland Andreas Klöden + 6:19 min
3. ItalienItalien Ivan Basso + 6:40 min

Teamwertung

DeutschlandDeutschland Team T-Mobile 248:58:43 h

Wertungstrikots

Gelbes TrikotGelbes Trikot

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lance Armstrong

Grünes TrikotGrünes Trikot

AustralienAustralien Robbie McEwen

Gepunktetes TrikotGepunktetes Trikot

FrankreichFrankreich Richard Virenque

Weißes TrikotWeißes Trikot

RusslandRussland Wladimir Karpez

Verlauf

Karte Tour de France 2004
← 2003

2005 →





















































































































91. Tour de France 2004 – Endstand
Streckenlänge 20 Etappen, 3391,1 km

Toursieger
(Platzierung aberkannt)[1]
Lance Armstrong
83:36:02 h
(40,709 km/h)

Zweiter Andreas Klöden + 6:19 min
Dritter Ivan Basso + 6:40 min
Vierter Jan Ullrich + 8:50 min
Fünfter José Azevedo + 14:30 min
Sechster Francisco Mancebo + 18:01 min
Siebenter Georg Totschnig + 18:27 min
Achter Carlos Sastre + 19:51 min
Neunter Levi Leipheimer + 20:12 min
Zehnter Óscar Pereiro + 22:54 min
Grünes Trikot Robbie McEwen 272 P.
Zweiter Thor Hushovd 247 P.
Dritter Erik Zabel 245 P.
Gepunktetes Trikot Richard Virenque 226 P.
Zweiter Lance Armstrong 172 P.
Dritter Ivan Basso 119 P.
Weißes Trikot Wladimir Karpez 84:01:13 h
Zweiter Sandy Casar + 3:42 min
Dritter Thomas Voeckler + 6:01 min
Teamwertung Team T-Mobile 248:58:43 h
Zweiter US Postal Service + 2:42 min
Dritter Team CSC + 10:33 min

Die 91. Tour de France wurde vom 3. bis 25. Juli 2004 in 21 Teilstücken (1 Prolog und 20 Etappen) mit einer Gesamtlänge von 3391 km ausgetragen. Es nahmen 188 Rennfahrer an der Rundfahrt teil, von denen 147 klassifiziert wurden.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Strecke


  • 2 Sieger


    • 2.1 Gesamtwertung


    • 2.2 Punktewertung


    • 2.3 Bergwertung


    • 2.4 Nachwuchswertung


    • 2.5 Mannschaftswertung


    • 2.6 Kämpferischster Fahrer




  • 3 Die Etappen


  • 4 Teams/Teilnehmer


  • 5 Trikots im Tourverlauf


  • 6 Preisgelder


  • 7 Weblinks


  • 8 Einzelnachweise





Strecke |


Die Strecke der Tour 2004 wurde am 23. Oktober 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie durchquerte das französische Hexagon gegen den Uhrzeigersinn. Nach dem Start im belgischen Lüttich und einer Reihe von Flachetappen in die Bretagne führte die Route über das Zentralmassiv in die Pyrenäen, wo zwei Bergankünfte stattfanden. In der letzten Tourwoche standen drei Alpen-Etappen auf dem Programm, darunter das auf einen ungewöhnlich späten Zeitpunkt gelegte erste Einzelzeitfahren über 15 km hinauf ins mythische L’Alpe d’Huez. Nach einem weiteren Zeitfahren in Besançon endete die Tour wie seit 1975 auf der Avenue des Champs-Élysées in Paris.



Sieger |



Gesamtwertung |


Ein Sieger wird für die Tour 2004 nicht mehr geführt. Zwar holte Lance Armstrong zum sechsten Mal den ersten Platz der Gesamtwertung und stellte somit zunächst einen historischen Rekord auf: Keinem Rennfahrer, auch nicht Jacques Anquetil, Bernard Hinault, Miguel Induráin und Eddy Merckx gelang es, die Tour ein sechstes Mal zu gewinnen. Armstrong konnte während der ganzen Tour seine Gegner kontrollieren – auch mit Hilfe seines guten Teams, das oftmals seinen Gegnern überhaupt nicht die Möglichkeit gab, wegzukommen. Armstrong erreichte außerdem 5 Etappensiege und den Sieg im Mannschaftszeitfahren, was es seit über 20 Jahren bei der Tour de France nicht gegeben hatte.


Hinter Armstrong wurde der Deutsche Andreas Klöden Zweiter. Er war damit erst der dritte Deutsche nach Kurt Stöpel (1932) und Jan Ullrich (1996, 1998, 2000, 2001, 2003), der einen Podestplatz erringen konnte. Mit über 6 Minuten Vorsprung jedoch distanzierte Armstrong – wie z. B. in den Jahren 2000 und 2001 zuvor Jan Ullrich – nun auch Andreas Klöden recht deutlich.


Dritter wurde der Italiener Ivan Basso, der vor allem auf den Pyrenäen-Etappen glänzte und sogar ein Teilstück gewinnen konnte. Durch seine gegenüber Klöden schlechteren Zeitfahrqualitäten wurde er von diesem kurz vor Ende der Tour aber noch von Platz 2 verdrängt.


Am 22. Oktober 2012 verkündete der Radsportweltverband UCI jedoch die Streichung aller Titel Armstrongs seit dem 1. August 1998, darunter auch alle Tour-de-France-Erfolge des Amerikaners. Nachrücker auf den ersten Platz wurden nicht eingesetzt. Der historische Rekord Armstrongs wurde somit ebenfalls hinfällig.




Auf den Champs-Élysées



Punktewertung |


Der Australier Robbie McEwen gewann das Grüne Trikot des Punktbesten. Wie so oft wurde diese Frage erst in Paris auf der Avenue des Champs-Élysées geklärt. Zweiter wurde der Norweger Thor Hushovd, der lange Zeit als einziger McEwen ernsthafte Konkurrenz bot.



Bergwertung |


Das Gepunktete Trikot konnte sich zum siebten Mal der Franzose Richard Virenque überstreifen. Keiner vor ihm konnte dieses Spezialtrikot so oft erringen. Virenque trotzte der Regeländerung der Tourorganisation, die beim letzten Berg (wenn die Kategorie mindestens 2 ist) doppelte Punktzahl auslobte. Somit konnten sich die Fahrer des Gesamtklassement viele Punkte sichern, was man auch bei den Plätzen zwei und darunter sieht. Virenque setzte sich bei vielen Bergetappen durch Solofluchten ab und konnte sich ohne ernsthafte Konkurrenz die Punkte sichern.



Nachwuchswertung |


Das Weiße Trikot des besten Jungprofis bis einschließlich 25 Jahren sicherte sich der Russe Wladimir Karpez vor Sandy Casar und Thomas Voeckler, der lange Zeit in diesem Trikot unterwegs war, den aber zum Schluss die Kräfte verließen. Die entscheidende Attacke auf das Weiße Trikot fuhr Karpez auf dem abschließenden Zeitfahren rund um Besançon, wo er Casar und Voeckler klar distanzieren konnte.



Mannschaftswertung |


Die Mannschaftswertung konnte sich das T-Mobile Team vor dem US-Postal-Team und dem Team CSC sichern. Dies wurde vor allem durch die guten vorderen Platzierungen von Andreas Klöden und Jan Ullrich möglich.



Kämpferischster Fahrer |


Der kämpferischste Fahrer der Tour 2004 wurde Richard Virenque, wegen seiner vielen Attacken auf den Bergetappen. Dies entschied die Jury der Tour de France. Der Deutsche Jens Voigt zeichnete sich durch die meisten allein – oder in einer kleinen Gruppe – gefahrenen Kilometer aus.



Die Etappen |







































































































































































Etappen
Tag
Start – Ziel
km
Etappensieger
Gelbes Trikot
Prolog 3. Juli
BelgienBelgien Lüttich (BEL) – BelgienBelgien Lüttich
6,1 (EZF) Fabian Cancellara Fabian Cancellara
1. Etappe 4. Juli
BelgienBelgien Lüttich – BelgienBelgien Charleroi
202,5
Jaan Kirsipuu
2. Etappe 5. Juli
BelgienBelgien Charleroi – BelgienBelgien Namur
197 Robbie McEwen
Thor Hushovd
3. Etappe 6. Juli
BelgienBelgien Waterloo – Wasquehal
210 Jean-Patrick Nazon Robbie McEwen
4. Etappe 7. Juli
Cambrai – Arras
64,5 (MZF) US Postal
Lance Armstrong
5. Etappe 8. Juli
Amiens – Chartres
200,5 Stuart O’Grady
Thomas Voeckler
6. Etappe 9. Juli
Bonneval – Angers
196
Tom Boonen
7. Etappe 10. Juli
Châteaubriant – Saint-Brieuc
204,5
Filippo Pozzato
8. Etappe 11. Juli
Lamballe – Quimper
168 Thor Hushovd

Ruhetag
9. Etappe 13. Juli
Saint-Léonard-de-Noblat – Guéret
160,5 Robbie McEwen Thomas Voeckler
10. Etappe 14. Juli
Limoges – Saint-Flour
237
Richard Virenque
11. Etappe 15. Juli Saint-Flour – Figeac
164
David Moncoutié
12. Etappe 16. Juli
Castelsarrasin – La Mongie
197,5
Ivan Basso
13. Etappe 17. Juli
Lannemezan – Plateau de Beille
205,5
Lance Armstrong
14. Etappe 18. Juli
Carcassonne – Nîmes
192,5
Aitor González Jiménez
Ruhetag
15. Etappe 20. Juli
Valréas – Villard-de-Lans
180,5 Lance Armstrong
Lance Armstrong
16. Etappe 21. Juli
Le Bourg-d’Oisans – L’Alpe d’Huez
15,5 (BZF)
Lance Armstrong
17. Etappe 22. Juli Le Bourg-d'Oisans – Le Grand-Bornand
204,5
Lance Armstrong
18. Etappe 23. Juli
Annemasse – Lons-le-Saunier
166,5
Juan Miguel Mercado
19. Etappe 24. Juli
Besançon – Besançon
55 (EZF)
Lance Armstrong
20. Etappe 25. Juli
Montereau-Fault-Yonne – Paris
163 Tom Boonen



Teams/Teilnehmer |


Bei der Tour de France 2004 waren 21 Mannschaften am Start. Unter den insgesamt 188 Fahrern befanden sich 15 Deutsche, 6 Schweizer, 5 Österreicher und 1 Luxemburger.


Siehe auch: Komplette Liste des Fahrerfelds



Trikots im Tourverlauf |



Gelbes Trikot

Gesamtwertung (Zeit)

Grünes Trikot

Punktewertung

Gepunktetes Trikot

Bergwertung

Weißes Trikot

Nachwuchswertung (Zeit; bis 25 Jahre)


Die Tabelle zeigt den Führenden in der jeweiligen Wertung zu Beginn der jeweiligen Etappe an.
























































































Etappe

Gelbes Trikot
Jersey yellow.svg

Grünes Trikot
Jersey green.svg

Gepunktetes Trikot
Jersey polkadot.svg

Weißes Trikot
Jersey white.svg
Teamwertung
Jersey yellow number.svg

01. Etappe

Fabian Cancellara
Fabian Cancellara

nicht vergeben
Fabian Cancellara

US Postal

02. Etappe
Thor Hushovd

Christophe Mengin

03. Etappe

Thor Hushovd

04. Etappe

Robbie McEwen
Robbie McEwen

05. Etappe

Lance Armstrong

Matthias Kessler

06. Etappe

Thomas Voeckler

Thomas Voeckler

Team CSC

07. Etappe

Stuart O’Grady

08. Etappe

09. Etappe
Robbie McEwen

010. Etappe
11. Etappe

Richard Virenque
12. Etappe
13. Etappe
14. Etappe
15. Etappe

T-Mobile Team
16. Etappe

Lance Armstrong
Team CSC
17. Etappe
T-Mobile Team
18. Etappe
19. Etappe
20. Etappe

Wladimir Karpez

Sieger

Lance Armstrong
Robbie McEwen
Richard Virenque
Wladimir Karpez
T-Mobile Team


Preisgelder |


Bei der Tour de France 2004 wurden Preisgelder in Höhe von fast drei Millionen Euro an die Teilnehmer ausgeschüttet. Jedes Team erhielt einen fixen Betrag von 35.000 Euro als Aufwandsentschädigung, zudem 1600 Euro für jeden Fahrer, wenn mindestens sieben Fahrer das Ziel in Paris erreichten.


Des Weiteren wurden Prämien für bestimmte Leistungen vergeben, die im Allgemeinen der Mannschaftskasse gutgeschrieben und am Ende unter allen Fahrern der Mannschaft aufgeteilt werden. Die drei Mannschaften mit den meisten Prämien am Ende der Tour de France 2004 waren US Postal (578.842 Euro), Team T-Mobile (339.656 Euro) und CSC (183.880 Euro).




Die Prämien der Tour de France 2004 im Gesamtüberblick






















































Übersicht über die Prämien bei der Tour de France 2004 (Angaben in Euro, nur die ersten drei Plätze)
Leistung
Erster Platz
Zweiter Platz
Dritter Platz
Gesamtwertung Einzel
400.000
167.495
91.470
Normale Etappen,
Einzelzeitfahren
7.620
4.000
2.000

Prolog
3.810
1.525
760

Mannschaftszeitfahren
15.000
7.500
4.300
Grünes und Gepunktetes Trikot
22.867
15.245
7.622

Teamwertung
30.490
28.392
18.294
Nachwuchswertung
18.294
13.720
9.147

Weitere Prämien


  • der von einer Jury gewählte kämpferischste Fahrer einer Etappe mit Massenstart erhielt 2000 Euro

  • für den kämpferischsten Fahrer der gesamten Tour gab es 20.000 Euro

  • für jeden Tag im Gelben Trikot erhielt der Fahrer 350 Euro,

  • für jeden Tag im Grünen, im Weißen (Nachwuchs) oder im Gepunkteten Trikot 300 Euro.
















































Zusätzliche Prämien im Sprint- und Bergklassement (in Euro)
Art
Erster Platz
Zweiter Platz
Dritter Platz
Zwischensprint
800
450
300
Berg der Hors Catégorie
800
450
300
... der 1. Kategorie
650
400
150
... der 2. Kategorie
500
250
 
... der 3. Kategorie
300
 
 
... der 4. Kategorie
200
 
 


Weblinks |



 Commons: Tour de France 2004 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



  • Rückblick auf der offiziellen Seite der Tour de France (franz.)


  • Tour de France 2004 auf radsport-seite.de



Einzelnachweise |




  1. ab faz.net vom 22. Oktober 2012: Dopingaffäre Armstrong-„Sowas darf nie wieder passieren“


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