Wendelsheim












































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen der Ortsgemeinde Wendelsheim



Wendelsheim

Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wendelsheim hervorgehoben


49.7666666666678127Koordinaten: 49° 46′ N, 8° 0′ O
Basisdaten

Bundesland:

Rheinland-Pfalz

Landkreis:

Alzey-Worms

Verbandsgemeinde:

Wöllstein

Höhe:
127 m ü. NHN

Fläche:
12,56 km2
Einwohner:
1381 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
110 Einwohner je km2

Postleitzahl:
55234

Vorwahl:
06734

Kfz-Kennzeichen:
AZ

Gemeindeschlüssel:
07 3 31 070
Adresse der Verbandsverwaltung:
Bahnhofstraße 10
55597 Wöllstein
Webpräsenz:

www.woellstein.de

Ortsbürgermeister:
Hans-Ludwig Kilian (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Wendelsheim im Landkreis Alzey-Worms


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Wonsheim
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Karte
Über dieses Bild



Wendelsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wöllstein an.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


  • 2 Geschichte


    • 2.1 Kirchengeschichte




  • 3 Politik


    • 3.1 Gemeinderat


    • 3.2 Ortsbürgermeister


    • 3.3 Wappen


    • 3.4 Partnerschaften




  • 4 Sehenswürdigkeiten


  • 5 Wirtschaft und Infrastruktur


  • 6 In Wendelsheim geboren


  • 7 Literatur


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise





Geographie |


Die Weinbaugemeinde Wendelsheim liegt im größten Weinbau treibenden Landkreis Deutschlands und mitten im Weinanbaugebiet Rheinhessen. Durch Wendelsheim fließen der Wiesbach und der Finkenbach (Wiesbach).



Geschichte |


Urkundlich erwähnt wurde Wendelsheim (Wenilsheim) erstmals 766 im Lorscher Codex (andere Quellen berufen sich auf eine Schenkungsurkunde für das Kloster Fulda von 841). Keltische Funde belegen aber schon Siedlungen in vorgeschichtlicher Zeit. Wie bei allen Orten in der Region mit der Endung "-heim" dürfte es sich um eine fränkische Siedlung handeln.


Wendelsheim gehörte wohl zu den ältesten Besitzungen der Wildgrafen. Es wird vermutet, dass es zu dem Amtsgut gehörte, mit dem die Emichonen als Untergrafen der Salier ausgestattet worden waren[2].
Seit 1370 bestanden nachweislich grundherrliche Rechte des Pfalzgrafen Ruprecht I. an Wendelsheim. Um 1380 wurde der Ort an Pfalzgraf Ruprecht den Jungen und von 1438 bis 1452 an Pfalzgraf Ludwig IV verpfändet.


1398 und 1409 ist Wendelsheim ein pfalzgräfliches Lehen des Rheingrafen Johann von Dhaun zu Rheingrafenstein. Mittelalterliche Quellen bezeichnen den Grafen von Dhaun als obersten Vogt und rechtmäßigen Gerichtsherren des Dorfes und der Gemarkung Wendelsheim.


Von 1475 bis zur französischen Revolution steht Wendelsheim unter der Herrschaft der Grafen von Salm (siehe Rheingrafen).


In der Folge des Wiener Kongresses kam Wendelsheim 1816 zum Großherzogtum Hessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort schließlich dem Land Rheinland-Pfalz zugeteilt.



Kirchengeschichte |


Durch die „Wörrstädter Union“ im Jahr 1822 wurden alle rheinhessischen Gemeinden unierten Bekenntnisses, d. h. die vorher selbständig nebeneinander existierenden protestantischen Kirchen (die lutherische und die reformierte), zur „evangelischen Kirche“ zusammengeschlossen.[3]



Politik |



Gemeinderat |


Der Gemeinderat in Wendelsheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.


Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]
























Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 6 4 6 16 Sitze
2004 6 5 5 16 Sitze


Ortsbürgermeister |



  • Jakob Schwind (bis 2004)

  • Hans-Ludwig Kilian (2004 – heute)



Wappen |









Wappen von Wendelsheim


Blasonierung: „Durch eine eingebogene rote Spitze geteilt von Gold und Silber; rechts ein silbergekrönter roter Löwe, links in silbernem Feld ein blauer Balken und in der Spitze zwei rechts- und linkshin gewendete Fische, bewinkelt von vier goldenen Tatzenkreuzen.“

Wappenbegründung: Im Wendelsheimer Wappen finden sich drei Bezüge: einmal der Löwe der Wild- und Rheingrafen, die beiden Salme (Fische) der Grafen zu Salm und auf blauem Grund der silberne Balken der Herren von Vinstingen (heute Fénétrange).


Partnerschaften |


Wendelsheim unterhält freundschaftliche Beziehungen mit der französischen Gemeinde Messein im Département Meurthe-et-Moselle sowie zu Wendelsheim (Rottenburg).



Sehenswürdigkeiten |




Rheingräfliches Schloss




Neugotisches Weinbergshäuschen



  • Schinderhanneshöhle

  • Weinbergshäuschen mit Aussichtsplattform und Trulli


  • Bannmühle, Hasselmühle, Rübenmühle


  • Salmsches Schloss – erbaut 1758 unter Rheingraf Carl Magnus von Johann Leonard Reichel


  • Teufelsrutsch-Felsen

  • St.-Martin-Kirche

  • Geburtshaus von Friedrich Christian Laukhard und Laukhard Denkmal


Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wendelsheim



Wirtschaft und Infrastruktur |



  • Der Hochtechnologiepark Mikroforum ist ein großer Arbeitgeber. Der Weinbau spielt für die gesamte Region eine wichtige Rolle.

  • Ehemaliger Bahnhof der Wiesbachtalbahn



In Wendelsheim geboren |




  • Heinrich Hörlein (1882–1954), Chemiker und Wehrwirtschaftsführer


  • Friedrich Christian Laukhard (1757–1822), Schriftsteller



Literatur |


  • Franz Irsigler: Rheingraf Carl Magnus von Grehweiler – ein hochadliger Verschwender des 18. Jahrhunderts. In: Curt Wolfgang Hergenröder (Hrsg.): Gläubiger, Schuldner, Arme. 1. Auflage. Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-531-17190-6. 


Weblinks |



 Commons: Wendelsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Ortsgemeinde Wendelsheim auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wöllstein

  • SWR Hierzuland 2012 Unterwendelsheimer Straße

  • SWR Landesschau Wendelsheim

  • Literatur über Wendelsheim in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie



Einzelnachweise |




  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).


  2. Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz


  3. Zur Geschichte der evangelischen St.-Martin-Kirche von Wendelsheim


  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen


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